Halloween - so entsteht der Horror-Look

Hamm - Die Zeiten sind vorbei, als man sich kurz vor Partybeginn noch schnell ein weißes Bettlaken übergeworfen hatte und als Gespenst auf die Tanzflä- che getreten ist. Heute betreiben die Jugendlichen wesentlich mehr Aufwand für den perfekten Halloween-Look. Vorbilder für die Kostümierung sind Gruselfiguren aus Horrorfilmen, aber auch die eigene Fantasie wird gern eingesetzt beim Schminken und Gestalten. Wie man sich – auch kurzfristig – noch richtig auf die Party vorbereitet haben unsere Yourzz-Reporterinnen getestet.

Halloween Make-Up: Harley Quinn 

von Anna Krasnoschen 

Anna als Harley Quinn

Seit der Film „Suicide Squad“ seine Filmpremiere erlebte, ist die Rolle der Harley Quinn, unter anderem Geliebte des Jokers, ein beliebtes Vorbild bei Cosplays oder jeglichen Kostümparties.
Zu Beginn startet man mit der richtigen Frisur, die es einem auch praktischerweise ermöglicht, gut an dem Make-Up weiterarbeiten zu können. Wenn man blonde Haare hat, reicht es vollkommen aus, mit den eigenen Haaren fortzufahren; sollte man aber eine dunkle Haarfarbe haben, so ist es am besten, wenn man eine Perücke kauft, die dem richtigen Blond-Ton entspricht, wenn man möglichst am Original bleiben will. Die Haare unterteilt man in einen mittigen Scheitel und bindet jede Haarseite hoch und weit am Hinterkopf zu jeweils einem Pferdeschwanz. Hierbei lässt man vorne am Scheitel zwei dünne Strähnen links und rechts heraushängen, sodass sie ins Gesicht fallen. Wenn man möchte, kann man bei dem einen Pferdeschwanz dann die Spitzen blau und bei dem anderen die Spitzen pink färben, so wie es bei Harley Quinn der Fall ist. Danach kann man auch schon bei der Schminke mit einer einfachen und täglichen Make-Up-Grundlage anfangen, die ruhig heller ausfallen kann, da Harley Quinn eine sehr helle Haut hat. Natürlich kann man auch beim eigenen Hautton bleiben; das wird den Wiedererkennungswert nicht mindern. Rouge wird bei diesem Make-Up nicht gebraucht. Für die Augenbrauen wählt man bewusst einen dunkleren Ton aus. Am Einfachsten ist es, man nimmt ein farbig passendes Puder, das man mit einem passenden Pinsel aufträgt und den Augenbrauen dann die richtige Form verleiht – vorne eckig, eher gerade und am Ende ein recht langer Schwung.
Den Lidschatten trägt man großzügig in pink auf, von sich aus gesehen auf das rechte und Blau auf das linke Augenlid. Wenn man das getan hat, verwischt man ihn nach außen hin so weit wie man gerade mag. Dabei muss man nicht einmal sehr sauber arbeiten. Bei beiden trägt man den Lidschatten auch leicht unter dem Auge auf. Bei dem blauen Lid zieht man zwei Striche zur Wange hin, damit es den Effekt hat, die Schminke sei verlaufen. Das Gleiche nur mit drei Strichen erledigt man dann ebenfalls beim pinkfarbenen. Nachfolgend tuscht man stark mehrfach die oberen und unteren Wimpern für ein besseres Volumen.Wer möchte, kann sich auch falsche Wimpern für einen besseren Effekt aufkleben.
Danach geht man über zum Lippenstift, der einen sehr kräftigen und grellen Rotton haben sollte. Zu guter Letzt fehlt nur noch das schwarze Herz mit dem englischen Wort „Rotten“ darunter. Hierfür nimmt man am besten einen Eyeliner mit sehr feiner Spitze, dafür empfiehlt sich ein flüssiger mit feinem Pinsel. Das Herz kommt auf den Wangenknochen, der sich auf derselben Seite wie der pinke Lidschatten befindet. Man setzt es unmittelbar an das Ende der Striche.
Damit man sich bim Wort „Rotten“ ungefähr orientieren kann, sollte das Wort einen Übergang vom unteren Ende des Herzens zum Mundwinkel hin bilden.
Hat man dies getan, fixiert man das Make-Up, fixiert die Haare – und hat man vielleicht auch noch das passende Outfit parat, kann man sich guten Gewissens auf die nächste Halloween-Party begeben.

Halloween Make-Up: Totenkopf 



Ich habe mich dazu entschieden, mich als Totenkopf zu schminken. Doch das Besondere dabei ist, dass ich nicht das komplette Gesicht als Totenkopf geschminkt habe, sondern nur die eine Gesichtshälfte. Die andere Gesichtshälfte habe ich normal geschminkt.
Man benötigt weder Kontaktlinsen, noch irgendwelchen überteuerten Halloweenkram, sondern nur Halloweenschminke in den Farben weiß und schwarz und seine ganz normale Schminke, die man im Alltag verwendet. Außerdem spart man auch Zeit, weil nur eine Gesichtshälfte größeren Aufwand benötigt und so ist man schnell fertig für Halloween. Zunächst habe ich mein Gesicht eingecremt, um es auf das folgende Make-Up vorzubereiten. Danach habe ich meine linke Gesichtshälfte mit weißer Halloweenschminke eingeschmiert. Das hat sich ganz weich angefühlt, weil ich die weiße Farbe mit einem Schwamm auf mein Gesicht aufgetragen habe. Der nächste Schritt – auch der wichtigste – ist mit schwarzer Gesichtsfarbe den Rest des Totenkopfes zu schminken. Ich habe mich zum Schminken des Totenkopfes an einer Vorlage aus dem Internet orientiert. Dabei wird die schwarze Farbe genutzt, um zum Beispiel die Wangenknochen und Zähne darzustellen. Auch das Auge und die Nasenhälfte werden schwarz angemalt.
Nachdem meine linke Gesichtshälfte mit dem Totenkopf fertig war, habe ich mich der rechten Gesichtsseite zugewendet. Die Seite ging wesentlich schneller und einfacher. Zuerst habe ich mir bräunlichen Lidschatten aufgetragen und meine Wimpern mit einer Wimpernzange gebogen. Kurz danach habe ich die Wimpern mit Wimperntusche getuscht. Ein wenig Concealer durfte auch nicht fehlen, um meine Augenringe abzudecken. Dann habe ich meine Wangenknochen konturiert. Außerdem habe ich noch Highlighter verwendet und dies auf meine Wangenknochen und in meine Augeninnenwinkel aufgetragen. Als krönenden Abschluss habe ich roten Lippenstift aufgetragen. Fertig ist mein HalloweenLook!

Halloween Make-Up: Getackerte Nase

von Emely Kolodziej

Emely mit "getackerter" Nase

Ich entschied mich für diesen Look, weil ich dieses Jahr etwas anderes ausprobieren wollte, als mich bloß schwarz anzuziehen und mich etwas blasser zu schminken.
Doch ich brauchte erst einmal Inspiration. Es sollte schon etwas Besonderes werden, dabei aber auch nicht zu kompliziert und schonend für meinen Geldbeutel sein. Also durchforstete ich mein geliebtes YouTube und stieß dabei auf ein Tutorial der deutschen Youtuberin Dagi Bee, die eben genau dieses Make-Up Schritt für Schritt erklärt.
Dafür braucht man: Modellierwachs, etwas loses transparentes Puder, eine bunte Lidschattenpalette (ich nutzte als Alternative Wasserfarbe), einen schwarzen Eyeliner, Kunstblut, Heftklammern sowie ein paar Pinsel und ein Schwämmchen, um alles auftragen und verblenden zu können.
Als erstes trug ich mein ganz normales Tages-MakeUp auf, sprich so wie ich normalerweise zur Uni gehen würde. Nun beginnt die eigentliche Kunst des Ganzen.
Zuerst nimmt man sich etwas Wachs und fängt an, es mit den Fingern zu erwärmen, damit dies formbarer wird. Dabei ist zu beachten, dass man, wie beim Arbeiten mit einem Plätzchenteig, ein wenig Puder an die Finger geben sollte, damit das Wachs nicht an kleben bleibt. Anschließend formt man die Masse zu einer „Wurst“, klebt sich diese direkt auf das Nasenbein und verstreicht die Enden. Nun verblendet man das Wachs mit der Haut. Das kann man mit einem Spatel machen, alternativ geht das aber auch wieder mit eingepuderten Fingern oder einem Lineal. Wenn das gewünschte Ergebnis erzielt worden ist, einmal gründlich abpudern. Jetzt zieht man sich eine Kerbe entlang des Nasenbeines. Hierfür wird wieder ein Spatel benötigt, da ich aber keinen habe, verwendete ich den Stiel eines Stielkammes. Bei diesem Schritt sollte man besonders aufpassen, denn genau an dieser Stelle fiel mir das gesamte Wachs gleich zwei Mal von der Nase ab. Wenn das aber geschafft ist, nimmt man sich nun die Farben zu Hand und pinselt sich seine Nase mit einem Pinsel in den wildesten Farben an. Hauptsache es sieht schmerzhaft aus. Die Augenhöhle kann hier ebenfalls dunkel schattiert werden. Nun widmet man sich wieder der Kerbe auf der Nase. Diese wird mit einem schwarzen Eyeliner oder schwarzer Farbe mithilfe eines dünnen Pinsels nachgezogen und anschließend mit Kunstblut aufgefüllt. Das Blut kann man nach Herzenslust auch noch an anderen Stellen – beispielsweise als Nasenbluten – im Gesicht verteilen. Zu guter Letzt werden nun die Heftklammern in das Wachs gesetzt, bloß nicht zu tief, denn das kann Verletzungen an der eigentlichen Nase verursachen. Deswegen schön vorsichtig sein.
Zum Schluss bin ich überall noch mit einem Schwämmchen drübergegangen, habe hier und da noch ein bisschen Blut verteilt und meine Haare zerzaust. Fertig ist mein neues, leicht verunstaltetes Ich.
Das Ganze hat mich etwa eine gute Stunde gekostet. Das anschließende Entfernen war leicht.

Halloween für alle Generationen?

von Robin Funke 

Hamm - Heute ist Halloween, die Tage und Stunden der Vorbereitung auf die Nacht neigen sich dem Ende. Wie haben sich die Hammer Jugendlichen aufgestellt? Yourzz befragte 100 Jugendliche im Alter von 14 bis 24 Jahren zu ihren Planungen.

- Neben den Feierbegeisterten gibt es an Halloween auch die Gruppe von Jugendlichen, die mit dem ganzen Fest nichts zu tun haben möchten. Sie nutzen den freien Abend, um sich einfach mit Freunden zu verabreden, die ebenfalls nicht aktiv feiern, oder um einen Film zu gucken. 37 Prozent der Befragten gaben daher an, dass sie den Halloweenabend nutzen, um einfach mal ein wenig auszuspannen. Die restlichen 63 Prozent gaben an, sich aktiv an der Halloweennacht zu beteiligen. 

- Was fällt einem als erstes ein, wenn man an Halloween denkt? Natürlich Kostüme! Ob Geister, gruselige Clowns, Vampire oder Hexen. Jedes Jahr gibt es neue ausgefallene Kostüme, die garantiert zu Hinguckern auf der Party werden, aber auch die klassischen Verkleidungen kommen jedes Jahr aufs Neue gut an. 54 Prozent der Jugendlichen machen sich bereits Wochen vor Halloween auf die Suche nach neuen Kostümideen, kaufen fleißig ein oder basteln sie sogar selbst. 46 Prozent entschieden sich mit einem klassischen Kostüm um die Häuser zu ziehen oder feiern zu gehen. 

- Gerade in Amerika hat das Dekorieren des Hauses an Halloween den Traditionsstatus erreicht. Auch in Deutschland geben Familien mittlerweile große Summen aus, um ihr Haus zum Hingucker in der Nachbarschaft werden zu lassen. Allerdings gaben nur 27 Prozent der Befragten an, dass sie ihr Haus besonders ausgefallen dekorieren. Die restlichen 73 Prozent schmücken ihr Haus nicht oder dekorieren höchstens ihre Fenster und Eingänge.

- Jedes Jahr finden an Halloween unzählige Partys statt. Ob privat bei einer Hausparty oder im großen Rahmen, bei einer der angesagten Halloweenveranstaltungen, die jährlich ganze Hallen füllen. Für 33 Prozent der Befragten sind passende Kostüme das A und O auf einer Party. Für die Hälfte aller Befragten ist die Kulisse das Wichtigste. Dazu gehören neben passender Musik und Deko sowie coolen Spielen auch kulinarische Spezialitäten. Im Internet findet man ausgefallene Ideen, die die ganz private Halloweenparty zum vollen Erfolg werden lassen. 

- Zum Abschluss der Umfrage wurden die Teilnehmer gefragt, ob es ihrer Meinung nach eine Altersgrenze für Halloweenfeierlichkeiten gibt. 56 Prozent der Befragten gaben an, dass Halloween für alle Generationen geeignet ist. Angefangen als Kind, das zusammen mit Freunden und Älteren um die Häuser zieht und Süßigkeiten sammelt, bis hin zur Halloweenparty für Erwachsene. Dennoch äußerten 12 Prozent der Befragten Zweifel, ob Halloween auch ein Fest für ältere Leute wie Rentner sei.

yourzz-Meinung: Rücksicht nehmen

von Joelle Thielsch

Endlich ist es soweit, das Fest des Gruselns steht an. Heute feiert jeder dritte von vier Haushalten Halloween. Doch was finden die Menschen daran?
Typisch dafür sind die Kostüme. Es ist alles erlaubt, solange es verrückt und gruselig ist. Neben den Kostüm-Klassikern Zombies, Vampire, Hexen und Geistern, wird das Angebot jedes Jahr größer und spezieller. Daher macht es umso mehr Spaß, mit Freunden zahlreiche Geschäfte aufzusuchen und vieles anzuprobieren.
Dekoration ist ebenfalls ein Klassiker. Kürbisse werden ausgekratzt und mit einem furchterregenden Gesicht versehen, Skelette aufgestellt oder Geister aufgehangen. Je mehr, desto besser.
Aber worauf es wirklich beim Halloween-Fest ankommt, ist das gemeinsame und ausgelassene Umherziehen, um Süßigkeiten zu verlangen.
Trotz des Spaßes an dem Fest gibt es Kritiker. Es gibt immer wieder Vorfälle von beschmierten Türklingeln, Eiern an Hauswänden und verwüstete Vorgärten. Des Weiteren wird das Halloween-Zubehör zumeist nach einem Jahr weggeschmissen, welches ein Musterbeispiel der Wegwerfgesellschaft ist.
Auch stellen viele den Sinn infrage, Süßigkeiten für Kinder zu kaufen und ihnen zu geben, obwohl in den Medien immer wieder gesagt wird, dass die junge Generation sich zu wenig bewegt und zu ungesund ernährt. Letztendlich kann jeder selbst entscheiden, ob er an Halloween teilnehmen möchte. Aber wichtig ist, Rücksicht zu nehmen auf Personen, die nicht viel mit Halloween anfangen können.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Felix Kästle/dpa

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