Banane, Honig und eine Handvoll Spinat

Hamm - Die Ernährung umkrempeln, dem Körper von innen heraus etwas Gutes tun – das hatte sich Yourzz-Reporterin Aleyna Kalayci fest vorgenommen. Nach diversen Recherchen stand fest: Es soll eine Detox-/ Saftkur werden. Wie diese aussieht? Der Selbstversuch!

Tag eins:

Während der Kur ist es wichtig, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. So habe ich den Morgen mit 0,5 Liter stillem Wasser gestartet. Da ich mir vorgenommen habe, erst mit dem Frühstück anzufangen, wenn ich die 0,5 Liter ausgetrunken hatte, musste ich noch etwas mit meinem Frühstück warten. In der Zwischenzeit bereitete ich schon mal mein Frühstück vor – einen grünen Smoothie. Der sieht tatsächlich erschreckend grün aus, gefiel mir geschmacklich aber sehr gut. Beim nächsten Mal würde ich aber vielleicht etwas weniger Wasser nehmen, damit es weniger flüssig ist. Das Gute an Smoothies ist, dass man sie ganz leicht individuell anpassen kann. 

Rezept für den grünen Smoothie (300 ml):

- eine halbe Banane
- einen halben Apfel
- 1 El Zitronensaft
- eine (kl.) Handvoll Spinat
- 1 El Honig
- 200 ml Wasser
 

Neben dem grünen Smoothie hatte ich auch noch einen Ingwer-Zitronen-Tee. Dafür habe ich lediglich Zitronen und Ingwer in Scheiben geschnitten und mit heißem Wasser übergossen. Meine nächste Mahlzeit war ein Bananenshake. Und kurz danach gab es als Snack noch eine Paprika, Mandeln, Walnusskerne und getrocknete Mangostreifen. An diesem Tag habe ich zwei Mahlzeiten durch Smoothies ersetzt, aber mein Abendessen nicht. Obwohl ich insgesamt 2,5 Liter stilles Wasser getrunken habe, hatte ich gegen Mittag etwas Kopfschmerzen, die sich bis zum Abend hingezogen haben. 

Tag zwei:

Auch dieser Tag startete mit 0,5 Liter stillem Wasser und dem Ingwer-Zitronen-Tee. Mein Frühstückssmoothie bestand aus einer Banane, zwei Kiwis und 300 ml Orangensaft. An diesem Tag habe ich insgesamt zwei Liter Wasser getrunken und nur mein Frühstück durch einen Smoothie ersetzt. Zu Mittag und Abend habe ich etwas Normales gegessen. 

Tag drei:

Am dritten Tag habe ich mich wie gewohnt ernährt, doch zwischen dem Frühstück und dem Mittagessen einen Smoothie getrunken. 

Rezept:

- 1 Kiwi
- 1 Mango
- 1 Banane
- 1 Orange
- 150 ml Orangensaft 

Dieser Smoothie hat mir auch sehr gut gefallen. In diesem Fall könnte mehr Orangensaft rein, um es etwas flüssiger zu haben. Als Fazit muss ich sagen, dass ich es leider aus zeitlichen Gründen kaum geschafft habe, die Kur richtig umzusetzen. Am ersten Tag war meine Motivation sehr groß, doch die nächsten Tage konnte ich die Kur gar nicht vernünftig durchführen und somit ging die Kur nur wenige Tage.

Fazit:

Im Großen und Ganzen finde ich den Gedanken einer Detoxkur ganz gut. Doch während der Schulzeit fiel es mir schwer, dies konsequent durchzuführen. Zum einen müsste ich mir die Smoothies für morgens und mittags noch vor der Schule zubereiten und das schaffe ich in der Woche zeitlich nicht. Zum anderen frühstücke ich in der Regel vor der Schule nicht, somit war es insgesamt ungewohnt.
Doch ich denke, dass ich vieles während der Zeit gelernt habe und ändern werde. Ich werde versuchen, vor der Schule zu frühstücken, um mehr Energie zu haben. Außerdem werde ich mir auch wie gewohnt den Tee weiterhin ab und zu machen. Schon vor diesem Selbsttest habe ich gerne Smoothies selbst gemacht und getrunken. Doch nun habe ich neue Rezepte kennengelernt, die ich erneut ausprobieren und variieren kann.
Da ich in die Kur nur reinschnuppern wollte, bin ich für Neues offen und kann mir vorstellen, dies noch einmal auszuprobieren. Jedoch würde ich dann mehrere Smoothies ausprobieren und generell die Kur länger durchführen.

Info: Detox

Detox kommt von dem englischen Wort Detoxification und bedeutet Entgiftung. Dabei wird der Körper von Giftstoffen, die durch bestimmte Faktoren auftreten, entgiftet. Außerdem wird der Stoffwechsel bei einer Detoxkur angeregt und das Hautbild wird geklärt. Zudem wird das Immunsystem gestärkt, wobei man auch neue Energie erlangt. Da Detoxkuren einen großen Einfluss auf den Stoffwechsel und die Verdauung haben, muss sich der Körper umstellen und es kann zu leichten Kopfschmerzen und Schwindelgefühl während den ersten Tage kommen. Zudem ist es wichtig, während der Kur ein bis zwei Liter Wasser zu trinken.
Eine Möglichkeit ist das Basenfasten, bei dem die Giftstoffe aus dem Darm und Körper entfernt und damit der Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht gebracht wird. Während des Fastens besteht die Ernährung hierbei aus frischen und basischen Lebensmitteln (Bananen, Aprikosen, Kartoffeln, Spinat, Möhren). Säure bildende Lebensmittel (wie Fleisch, Käse, Weißmehl, Sü- ßigkeiten, Alkohol, Nikotin und Kaffee) werden vermieden.
Eine weitere Möglichkeit ist die Detoxkur mit Smoothies und Säften. Dabei verzichtet man komplett auf feste Nahrung und ernährt sich stattdessen nur von Säften und Smoothies aus Obst und Gemüse. Jedoch sollte man diese Detoxkur nicht länger als drei Tage machen.

Umfrage - Was denkst du über Detox-Kuren?

Halten Hammer Jugendliche Detox wirklich für eine gute Sache? Wir haben nachgefragt.

Rosalie Schäfer, 19 Jahre:

„Eine Detox-Kur dient nicht zur Gewichtsreduzierung, es regt die Stoffwechselfunkton zur Entgiftung an. Zweimal, im Frühjahr und Herbst, sollte die Kur durchgeführt werden.“

Marcel Aubrecht, 24 Jahre:

„Ich bin gegenüber Detox und anderen Möglichkeiten zur Entgiftung nicht abgeneigt, sofern es nicht schädlich für den Körper ist. Aber durch Sport und gesunde Ernährung kann man sich etwas Gutes tun."

Hannah Lentz, 20 Jahre:

„Ich befürworte Detox nicht. Es führt zur schnellen Gewichtsabnahme und anschließend hat man das Gewicht wieder drauf. Des Weiteren bezweifle ich, dass eine Entgiftungskur gesund für den Körper ist.“

Anna Fischer, 19 Jahre:

„Ich bin der Meinung, wenn man sich in seinem Körper wohl fühlt, braucht man solche Kuren oder Diäten nicht anzufangen. Bei Beschwerden denke ich, können solche Kuren sich positiv auf die Gesundheit auswirken.“

Katja Sellmann, 21 Jahre:

„Ich lehne Entgiftungskuren ab und denke, dass es dem Körper eher schadet, als dass der Gesundheitseffekt auftritt. Zudem nimmt man schnell ab, aber anschließend hat man alles wieder auf den Hüften.“

 

Rubriklistenbild: © yourzz

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