„Serien vermitteln Werte“

Hamm - Kinderserien von heute sind nicht mehr wie früher. Ich denke, dass mir die meisten da zustimmen. Ich habe die Kinderserien der 2000er geschaut und vergleiche diese mit denen von heute. Man hat Englisch gelernt von Dora, Basteln durch Art Attack oder einfach nur Spongebob geschaut, weil es witzig war.

Kinderserien von damals und heute hat yourzz-Reporterin Aleyna Kalayci miteinander verglichen – und sie findet die heutigen Produktionen nicht mehr so spannend wie die früheren.

Weil ich eine kleine Schwester habe, verfolge ich einige Kinderserien von heute. So habe ich einen guten Vergleich zwischen den Kinderserien von damals und heute. Teilweise unterscheiden sich die Themen der Serien, denn heute beinhalten sie schon Themen wie Internet und Mobbing. Die Themen der Serien sind auf die jeweiligen Generationen angepasst, denn die Kinder identifizieren sich mit den Charakteren und nehmen sie teilweise als Vorbilder.

Dabei sieht man, wie sich die Generationen verändert haben und nun andere Themen angesprochen werden müssen als früher. Im Gegensatz zu früher hatten Themen wie Internet und Mobbing noch keine großen Rollen in den Kinderserien, was ich persönlich besser finde.

Der Zugang zu sozialen Netzwerken steigt schon in den jungen Jahren, denn damit wachsen sie auf. Für mich heute ist es kaum vorstellbar, auch so früh mit Handys aufzuwachsen. Die kleinen Kinder haben schon sehr früh ein Handy und wissen damit umzugehen. 

Zum größten Teil schaut man sich Kinderserien an, weil sie witzig sind und zur Unterhaltung dienen oder man sich mit bestimmten Charakteren identifizieren kann und die Serie so spannender ist, aber indirekt werden auch Werte und Normen vermittelt. Einige Kinderserien von damals werden auch noch heute ausgestrahlt, was Kindheitserinnerungen weckt. Früher hat man sich immer über die Serien ausgetauscht und darüber gesprochen. Aber auch heute redet man noch über einige Kinderserien, die man früher geschaut hat. Einige Kinderserien von damals wurden inzwischen neu produziert oder erweitert. Doch sie kommen nicht an die originalen Serien von damals ran.

Allgemein finde ich, dass die Kinderserien von heute nicht mehr so spannend sind wie die von früher. Man hat das Gefühl, dass man früher einiges lernen konnte, aber heute kaum noch.

yourzz 100-Leute- Umfrage - Thema: Kinderserien


von Michelle Hutyra

Eine Reise zurück in die Vergangenheit. Früher haben wir draußen mit unseren Freunden gespielt, und als wir heimkamen, gab es noch kein Netflix, sondern lineares Fernsehen voll mit unseren Kinderserien. Aber was ist bis heute in den Köpfen der Jugendlichen geblieben und welche Unterschiede kann man beobachten, wenn man sich modernere Kinderserien ansieht? yourzz hat den Test gemacht und 100 Hammer Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 befragt. 

Alle Befragten sahen schon in jungen Jahren fern. Dabei sind viele Serien und Helden in den Köpfen der Generation geblieben. Die Spitzenreiter sind „Disney’s Gummibärenbande“ mit 17 Prozent, dicht gefolgt von „Spongebob Schwammkopf“ (16 Prozent) und „Disney’s Große Pause“ (12 Prozent), doch auch alte Klassiker wie „Sissi“, „Wickie“, „Heidi“ oder „Jim Knopf“ sind in der Befragung vertreten (jeweils 1 Prozent). 

Doch wieso erinnert man sich gerade an diese Geschichten? Alle Befragten waren sich dabei einig, dass gerade diese Geschichten sehr lustig waren oder eine Vorbildfunktion innehatten und man so zu den Helden aufgeschaut hat. 
Doch wenn man heute in Kinderprogramme reinschaut, was fällt einem auf? 32 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen aufgefallen sei, dass Kinderserien heute nur noch der Unterhaltung dienen. Heute seien die Serien zwar besser und aufwändiger animiert, aber dennoch fehle die Liebe zum Detail (25 Prozent). Sie seien zu oberflächlich und ohne moralische Vorstellung, die an die Zuschauer vermittelt wird (15 Prozent). Ein Fünftel der Befragten verfolgt die Entwicklung heutiger Kinderserien nicht.

Da stellt sich im Anschluss die Frage, ob Kinderserien überhaupt kindgerecht sind? Die Meinungen sind gespalten. Neben den 20 Prozent, die die Serien nicht mehr verfolgen, stimmen 22 Prozent zu, ganze 58 Prozent lehnen dies ab. Kinderserien würden „verblöden“ (14 Prozent), sie würden heutzutage nicht mehr lehrreich genug sein (18 Prozent). Doch solange die Eltern ein Auge auf die Auswahl des Kindes haben (3 Prozent) und man sich ältere Serien ansieht (6 Prozent), gebe es beim Schauen von Kinderserien keine Bedenken.

yourzz-Meinung - "Abenteuer im social-media"


von Joelle Thielsch

Sie haben uns alle geprägt, die Kinderserien, die es immer jeden Tag um die gleiche Uhrzeit auf den gleichen Sendern zu sehen gab. Doch inwiefern unterscheiden sich die Kinderserien von früher und heute? Auch wenn man die Folge, die ausgestrahlt wurde, schon öfter gesehen hatte, spielte es keine Rolle, man schaute sie damals trotzdem. Der einzige Grund dafür war wahrscheinlich, dass das Schauen zum Tagesablauf gehörte, auf irgendeine Art und Weise. Man freute sich täglich darauf, seine „Helden“ weiter in Aktion zu sehen, sei es auch nur ein einfaches Schulleben mit einer kleinen InternetShow, wie in „iCharly“ gezeigt. 

In den Serien damals ging es um „witzige“ Abenteuer, die mit Freunden bestritten wurden. Die heutigen Kindersendungen erzählen auch von Abenteuern, die aber Unterschiede zu den damaligen aufweisen. Ein gutes Beispiel dafür ist Social Media: Zum Beispiel erzählt eine Kinderserie von einer Schule, in der man lernen kann, ein Social-Media-Star zu werden. 

Die Figuren in den Zeichentrick- filmen und -serien bekommen immer realistischere Züge und es ist eventuell schwer für die Kinder, zu unterscheiden, was real ist und was künstlich. Zudem wird der Kontakt mit Social Media viel zu früh gesetzt. Durch die Vorbildfunktion von Kindersendungen fangen die jungen Zuschauer an, sich selbst Social-Media-Accounts zuzulegen, für die sie aus Datenschutzgründen teilweise zu jung sind.


Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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