Kunst, die unter die Haut geht

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Hamm - Tattoos sind derzeit ein großes Thema. Menschen lassen sich aus verschieden Gründen eine dauerhafte Verzierung stechen, um damit etwa an Ereignisse oder geliebte Personen zu erinnern – oft sind Tattoos aber auch nur ein modischer Körperschmuck.

von Yourzz-Reporterin Michelle Hutyra

Kai Wohlgemuth alias „The Uzey“ hatte schon hunderte Kunden unter seiner Nadel in seinem Tattoo-Studio im Martin- Luther-Viertel. Dort sind auch Kunstwerke und andere Projekte von Wohlgemuth wie die bekannten Graffitis, die schon vor dem Tätowieren seine große Leidenschaft waren, zu sehen. Im Jahr 2012 machte er sein Hobby zum Beruf und eröffnete sein erstes eigenes Studio.

Die Tattoos kreiert er zusammen mit seinen Kunden ganz modern am Tablet, weil kleinere Änderungen so besser und einfacher umzusetzen sind. Wohlgemuth achtet besonders darauf, dass jede Zeichnung einzigartig und kein bloßes Duplikat einer Vorlage ist. Oft verweigert er auch einen Auftrag, wenn es um bloße Trend-Tattoos geht. Lieber arbeitet er mit eigenen Ideen und Kreationen.

Dazu kommen auch mal besondere Wünsche: Ein Kunde wollte sich nach einem Unfall das vernarbte Bein tätowieren lassen – mit Details wie dem Autobahnschild und der Geschwindigkeit auf dem Tacho zum Unfallzeitpunkt. Auf diese Weise können Tattoos auch Geschichten erzählen. Aufträge wie diese, wo er seine Kreativität entfalten kann, machen Wohlgemuth besonders viel Spaß. Natürlich gehören zu seiner Arbeit aber auch kleinere Tattoos, wie zum Beispiel Uhren am Handgelenk oder Namen des Partners oder von Verstorbenen. Wichtig ist ihm dabei, dass sich seine Kunden bei Motiv und Text wirklich sicher sind, denn Tattoos ließen sich nicht so einfach wieder entfernen. Dementsprechend versucht er in manchen Fällen vom gewünschten Tattoo abzuraten. 

Durch die tägliche Inspiration durch Kunden, die Umwelt und neue Tattoos hat sich auch sein Stil verändert. So erzählt Wohlgemuth, dass er vor zehn Jahren anders gezeichnet habe und er durch die Routine immer besser wurde und auch neue Schriftarten lernte. Am liebsten designt er aber immer noch im „Old School“-Stil.

„The Uzey“ hat es geschafft und seinen Traum zum Beruf gemacht. Er sieht seinen Job nicht mehr als Arbeit an, da es auch gleichzeitig sein Hobby ist und er dabei seine Kreativität entfaltet.

Yourzz-Meinung - "Keine Bange vor dem Piercingstudio"

von Yourzz-Reporterin Hannah Hartmann

Vor Piercingstudios brauchen Jugendliche und Eltern keine Berührungsängste zu haben. Viele Jugendliche träumen lange davon, sich endlich ein Piercing stechen zu lassen, doch leider spielen die Eltern nicht immer mit. Da bleibt nichts anderes übrig, als auf den 18. Geburtstag zu warten. Wer etwas mehr Glück und Überzeugungskraft besitzt, darf sich mit der Genehmigung der Eltern schon ab 16 Jahren ein kleines Loch durch die gewünschte Stelle stechen lassen. Anders ist es bei Intimpiercings, die man sich erst ab 18 Jahren stechen lassen kann – unabhängig davon, ob die Eltern damit einverstanden sind oder nicht.

Ist man nun berechtigt, sich piercen zu lassen, steht dem Besuch eines Piercingstudios nichts mehr im Weg. Erwischt man einen guten Tag, braucht man nicht mal einen Termin, sondern kommt nach kurzer Wartezeit direkt dran. Natürlich stehen die Piercer auch zur Beratung zur Verfügung. Normalerweise wird die Stelle nicht betäubt, auf Wunsch ist es dennoch möglich. Entscheidet man sich für eine Betäubung, sollte man dies vorher mit dem Piercer absprechen, da gewisse Stellen unterschiedlich betäubt werden.

Nach dem Piercen legt man sich am besten spezielles Desinfektionsmittel zu, welches in jedem Piercingstudio verkauft wird. In welchen Abständen man seine gepiercte Stelle damit reinigen soll, bekommt man vor Ort gesagt. 

Innerhalb der nächsten Wochen sollte man das Studio für eine Nachkontrolle aufsuchen. Hier schaut sich der Piercer die Stelle an und überprüft den Heilprozess.

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