Bewerbungsgespräch

Selbstbewusstes Auftreten ist wichtig

+
Fachliche Kenntnisse zu der beworbenen Stelle werden häufig abgefragt.

Märkischer Kreis - Vor einem Bewerbungsgespräch werden viele nervös. Wenn man sich vorbereitet, kann daraus aber auch ein angenehmer Termin werden. 

Die nötige Qualifikation ist vorhanden, die eingereichte Bewerbung wurde vom potenziellen Arbeitgeber für gut empfunden und eine Einladung zum Bewerbungsgespräch steht bevor – der erste Schritt ist demnach gemeistert. Jetzt gilt es, den so wichtigen „ersten Eindruck“ zu bewältigen und auch im persönlichen Gespräch bei der gewünschten Arbeitsstelle zu überzeugen. 

Die Vorbereitung spielt im Zuge des Bewerbungsgesprächs bereits eine entscheidende Rolle. Ein zu vermeidendes Szenario ist dabei, voller Aufregung in einem großen, unbekannten Unternehmen nach dem richtigen Raum oder dem richtigen Ansprechpartner suchen zu müssen. 

Vorab sollten sich Bewerber – trotz großer Freude über die Einladung zum persönlichen Gespräch – immer den Namen ihres Gesprächspartners merken und zudem noch Auskunft über die Stellung in dem Unternehmen und den Ort, wo das Gespräch stattfinden soll, einholen. Diese Fakten helfen dabei ein sicheres Auftreten an den Tag zu legen.

Angstthemen selbstkritisch angehen 

Bei der Bewerbung ist es noch leicht, sich hinter seinen geschriebenen Worten zu verstecken, im direkten Gespräch muss innerhalb von kürzester Zeit auf die Anforderungen des Gegenüber eingegangen werden. Lange Denkpausen, gerade bei kritischen Fragen, sind eher zu vermeiden. Angstthemen wie eine schlechte Schulnote dürfen dabei nicht dem Lehrer oder anderen Personen in die Schuhe geschoben werden, sondern müssen selbstkritisch und selbstreflektierend im Vorstellungsgespräch angegangen werden – wenn die Nachfrage besteht. 

Die oberste Prämisse ist, den anscheinend starken Eindruck aus der schriftlichen Bewerbung auch im persönlichen Gespräch zu bekräftigen. Nach der Begrüßung und Vorstellung werden somit oftmals die fachlichen Kenntnisse zu der beworbenen Stelle und die nötigen Qualifikationen abgefragt. 

Keine Scheu beim Präsentieren der Fakten

Die Bewerber sollten keine Scheu haben, die Fakten aus der Bewerbung nochmals allesamt aufzuführen und mit Erweiterungen oder Zusätzen auszuschmücken. Bei kritischen Nachfragen sollte das selbstbewusste Auftreten unbedingt gewahrt werden. Wichtig und in jedem Fall vorhanden sollten die Eckdaten des Unternehmens sein, sowie eine knappe vorbereitete Selbstvorstellung, damit keine essenziellen Fakten ausgelassen werden. 

Frage nach Stärken und Schwächen 

Im zweiten Teil des Gesprächs können dann verschiedenste Methoden auf den Bewerber warten. Beliebt und fast immer in direkter oder indirekter Form vorhanden sind dabei die Fragen nach den eigenen Stärken und Schwächen. Durch die gezielte Vorbereitung ist es möglich, diese Standardfragen auch mit einem individuellen Charakter zu beantworten. Niemals sollten dabei die Schwächen in den Vordergrund gestellt werden. 

Eine bewährte Methode ist, seine drei „besten“ Stärken zu nennen und daraufhin eine positiv formulierte Schwäche folgen zu lassen. Es ist dabei nicht gefordert, sich selber schlecht zu reden, sondern eher, einen Punkt zu nennen, bei dem noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist – dieser Wille zur Verbesserung sollte dann auch kommuniziert werden. 

Zieht sich der positive Eindruck aus der schriftlichen Bewerbung auch durch das Vorstellungsgespräch, kann es schnell ernst werden und die Gehaltswünsche und -forderungen werden besprochen. Grundlegende Kenntnisse über den Verdienst bei den beworbenen Stelle sind dabei vorauszusetzen. Eine zu hohe Forderung kann den potenziellen Arbeitgeber abschrecken, mit zu wenig will man sich aber sicherlich auch nicht zufrieden geben. 

Arbeitsvertrag als Hauptgewinn 

Wenn statt der Zusage der beworbenen Stelle eine Absage erteilt wird, so geht es nach einer individuellen Fehleranalyse zurück in den großen Teich des Stellenmarktes. Es werden neue Bewerbungen geschrieben – bis der nächste Arbeitgeber anbeißt. Bei einer Zusage hingegen flattert ein Arbeitsvertrag ins Haus – sozusagen der Hauptgewinn.

Weiter Infos zum Thema Bewerbung:

Online-Bewerbungen werden immer beliebter

Tipps für eine schriftliche Bewerbung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare