Was gibt´s Neues auf dem Technikmarkt

Hamm - Faltbare Smartphones, günstige iPhones und die Lieblingsspiele vom PC ab sofort auf dem Smartphone spielen – die Welt der Technik ändert sich wahnsinnig schnell. In dieser wiederkehrenden Rubrik informieren wir regelmäßig über die wichtigsten Neuheiten auf dem medialen Markt, natürlich speziell auf die Bedürfnisse für junge Leute zugeschnitten.

von Robin Funke

Faltbare Smartphones – ein Wunderwerk der Technik oder doch nur eine unausgereifte Spielerei?

Die komplett flexiblen Smartphones sind der Nachfolger der "Curved" Geräte und laut Experten die Zukunft der Technikwelt.

Bereits vor mittlerweile fast fünf Jahren hatte der Hersteller Samsung in einem Werbevideo eine Technologie vorgestellt, die für viele zu diesem Zeitpunkt noch utopisch erschien: Ein Smartphone, das seine Form verändern konnte. Nicht etwa wie ein gebogener Fernseher, sondern komplett flexibel in seiner Gesamtheit. 2016 präsentierte der chinesische Hersteller Lenovo erstmals ein Handy, das man sich komplett um den Arm wickeln konnte. Im gleichen Zuge wurde selbige Technologie auch für Tablets und Laptops vorgestellt. Damals berichteten Testpersonen noch von unangenehmen knackenden Lauten, allerdings schienen die Bildschirme zu funktionieren.

Damals gab LG, die sich auf die Herstellung von faltbaren Großbildschirmen konzentrieren wollten, an, dass sie alleine in die Entwicklung und Produktion von diesen faltbaren Wunderwerken bis zu 4,7 Milliarden US-Dollar stecken wollten

Schlechte Nachricht für alle Technikfreaks: trotz der ähnlichen Produktionskosten werden sich die Hersteller ihre Technologie erst einmal gut bezahlen lassen. Unter Experten gelten faltbare OLED-Displays aber als die Revolution auf dem hart umkämpften Markt.

Bereits vor drei Jahren ließen die großen Konzerne durchsickern, dass wir im Jahr 2019 mit ersten Geräten für die breite Masse rechnen können. Wer nicht direkt auf die neue Technologie umsteigen will oder finanziell nicht kann, sollte tatsächlich noch ein wenig warten, bis die Geräte günstiger werden.

– Apples iPhone XR –

Das neue iPhone XR - Neuste Technologie zum kleinen Preis?

Das iPhone XR bietet bis auf einige technische Kleinigkeiten keine Unterschiede zu Apples Topmodellen.

Die neusten Apple-Geräte haben oft den faden Beigeschmack, dass sie gerade für junge Leute sehr teuer sind. Geräte wie das iPhone X und das allerneuste XS gehen weit über den zweistelligen Bereich hinaus. Dabei bieten die Geräte oft einfach gar nicht wahnsinnig viel technische Neuerungen. Wie kann ich als Schüler oder Student als die neusten Features von Apple nutzen und das auch noch zu einem moderaten Preis? Apples Antwort ist das iPhone XR.

Rund 800 Euro sind immer noch viel Geld, allerdings liegt das Gerät damit immer noch weit unter dem Neupreis eines iPhone XS.

Was aber macht den doch spürbaren Preisunterschied bei den beiden neusten Modellen der Zehnerreihe aus? Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal des Geräts ist es, dass das XR auch standardmäßig mit 128 GB gekauft werden kann. Nach diesem doch ziemlich guten Speichervolumen sucht man bei den neusten Geräten, wie den XR vergebens. Nutzer müssen in diesem Falle auf die 256 GB Variante ausweichen, die dann gut und gerne schon mal 1320 Euro, als knapp 400 Euro mehr kostet. Ein ebenfalls zumindest auf den ersten Blick auffälliger Unterschied ist die Bildschirmtechnologie. Das XR verfügt dabei „nur“ über einen LCD Bildschirm, während das XS die bereits angesprochene OLED Technik besitzt. Allerdings ist das Gerät noch nicht faltbar. Technisch gesehen sind diese unterschiedlichen Displaytypen schon sehr verschieden. Beruhigend für alle XR-Interessierten: Mit dem bloßen Auge ist bis auf einen sehr geringen Schärfe- und Kontrastunterschied kaum eine Änderung erkennbar. Neben einigen technischen Features, wie dem 3D-Touch-System, das es seit dem iPhone 6s gibt, ist der Akku des XR ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Durch das LCD-Display ist der Stromverbrauch geringer, was Nutzern durchschnittlich bei Dauerbelastung eine Stunde mehr garantiert.

Alles in allem scheint das XS sich nur auf der technischen Ebene vom XR zu unterscheiden. Für das bloße Auge ist kaum ein Unterschied zu erkennen. Ob man daher 400 Euro mehr für einige wenige zusätzliche Features ausgeben muss, bleibt jedem selbst überlassen.star

– „Smartphone meets Gaming-PC“ –

Der Shadow-PC vereint Hochleistungsgaming mit dem eigenen Smartphone.

Wer kennt es nicht? Man sitzt im Bus oder in der Bahn und möchte einfach mal nur am Handy spielen. Allerdings bieten App-Stores bis auf einige wenige nette Ideen und Spieletitel oft nur wenig abwechslungsreiches an. In diesem Fall kommt „Shadow“ ins Spiel. Das französische Unternehmen bietet seit September seine Dienste auch in Deutschland an.

Das Prinzip von Shadow ist einfach. Das mobile Endgerät steht über das Internet mit einem Server in Verbindung. Dieser Server sorgt dafür, dass mein Smartphone lediglich als Bildschirm für einen normalen Computer gilt. Dieser steht in irgendeinem Rechenzentrum der Firma Blade, die das Projekt ins Leben gerufen hat. Nun kann ich auf einen normalen GamingComputer zugreifen, der mir sämtliche gewohnte Funktionen bietet. Dabei ist es möglich, nahezu jedes Spiel in erstaunlich guter Grafik zu spielen. Der Hersteller gibt an, dass für die beste Übertragung eine Glasfasergeschwindigkeit empfohlen wird, allerdings sei das Ganze auch über andere Leitung und sogar über das Mobilfunknetz möglich.

Der „Computer“ kostet je nach Leistung im Durchschnitt 29,95 Euro im Monat. Hinzu kommen natürlich die gewünschten Spiele, allerdings kann man sich natürlich auch einfach mit seinen bereits bestehenden Konten anmelden und die Spiele herunterladen.

Warum sollte man sich die Mühe machen und noch zusätzlich Geld dafür ausgeben, wenn man das Ganze doch auch Zuhause haben kann? Natürlich ist ein eigener Gaming-PC auf Dauer günstiger. Allerdings legt man für einen guten Computer, der das Gleiche bietet, gut 2500 bis 3000 Euro auf den Tisch. Des Weiteren kann dieser Service von überall genutzt werden. Für Fans und Computernerds auf jeden Fall eine coole und innovative Idee.

yourzz-Meinung - „Die richtige Balance finden“

von Aleyna Kalayci

Jeden Monat werden neue Produkte entwickelt und auf den Markt gebracht, um die Technik zu verbessern. Doch inwieweit sind neue Technologien angebracht?

Die Erweiterung von Technologien und hat Einfluss auf unseren Alltag. Positiv gesehen werden uns durch die immer wachsende Technik neue Möglichkeiten gegeben. Vieles kann sinnvoll genutzt werden, denn zum Beispiel können die neuen Technologien in der Medizin eingesetzt werden, um die Gesundheit zu verbessern. Irgendwann kann es dazu kommen, dass die Technik so weit ist, dass Maschinen die Arbeit übernehmen, die Menschen ersetzt werden. Bevor dieses Ungleichgewicht passiert, sollte man eingreifen und eine Balance im Umgang mit der Technik finden.

Rubriklistenbild: © von links: dpa/Lino Mirgeler; BLADE SAS/ pr.co; AFP

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