Lüdenscheider Schüler führen Juniorwahl durch

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Die Organisation der Juniorwahl wurde von den Schülern selbst durchgeführt. Auch die Auszählung war ihre Aufgabe.

Lüdenscheid - Ab 18 Jahren sind junge Menschen bei der Landtagswahl wahlberechtigt. Doch auch Jugendliche haben bereits häufig eine Meinung zu bestimmten politischen Themen.

Einige Schüler des Bergstadt-Gymnasiums Lüdenscheid konnten am Mittwoch die Chance nutzen und ihre Stimmen bei der Juniorwahl vergeben. Gewählt haben die 252 Jugendlichen Gordan Dudas (SPD), bei der zweiten Stimme setzte sich die CDU durch. 

Selbstgebaute Wahlkabine von Lehrer Manfred Pflanz.

Die Juniorwahl wird an insgesamt 261 Schulen in NRW durchgeführt und vom Landtag und der Landeszentrale für politische Bildung gefördert. Organisiert haben den Wahlvorgang die Schüler selbst. Aus zehn verschiedenen Klassen der Jahrgänge 8 bis 10 kümmerte sich jeweils ein Jugendlicher um die Vorbereitungen und Durchführung der Wahl. 

In der vergangenen Woche öffneten die Mädchen und Jungen das Paket, in dem sich alles Nötige für die Juniorwahl befand: Zusammenfaltbare Wahlkabinen, Wahlbenachrichtigungen, Listen und die Wahlzettel waren enthalten. 

Unterstützt wurden sie bei den Vorbereitungen von ihren Lehrern Christian Hock und Manfred Pflanz sowie von Joachim Schumacher, ehemaliger Lehrer und Experte. 

"Am Anfang war es etwas holprig"

Am Mittwoch war es dann soweit: In mehreren Schulstunden kamen Schüler, um ihre Stimme abzugeben. „Am Anfang war alles etwas holprig“, sagte Hock. Es gab ein Problem mit den Wahlzetteln. Auch wenn sie in einem versiegelten Umschlag bereit gestellt wurden, waren die meisten Zettel nicht lesbar. Der „Wahlvorstand“ hat daraufhin eigene Kopien angefertigt. 

Dann stand der Dürchführung nichts mehr im Weg: Alle Acht- und Neuntklässler sowie zwei von drei Sozialwissenschaftskursen des zehnten Jahrgangs gaben ihre Stimmen ab. 

„Einige wissen gar nicht so genau, wie die Wahl abläuft“, erklärte eine Schülerin des Wahlvorstands. Doch im Vorfeld gab es eine Veranstaltung mit einigen Landtagskandidaten, an denen die Klassensprecher aller Jahrgänge teilnahmen. Im Politik/Sowi-Unterricht gaben sie die Infos an ihre Mitschüler weiter. 

107 Stimmen für Gordan Dudas

Am frühen Nachmittag ging es für die zehn Wahlhelfer dann ans Auszählen. „Das wirkt in der Theorie vielleicht ganz einfach, in der Praxis ist es dann doch etwas komplexer“, sagte Hock. Joachim Schumacher erklärte den Schülern den Vorgang. 

Hock freute sich über eine Wahlbeteiligung von knapp 90 Prozent – 107 Stimmen gingen an Dudas, danach folgt Ralf Schwarzkopf (CDU) mit 80 Stimmen. Die Zweitstimme gewann die CDU.

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