Mit Stipendium nach Taiwan und Kenia

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Mia Rabea Kachellek (links) will von Hamm nach Kenia, studiert dort erst vier Monate und plant dann ein Projekt. Ann-Kathrin Dobritzsch will in Taiwan studieren.

Hamm - Für zwei Studentinnen aus Hamm wurde am Donnerstagabend ein Traum wahr: Ann-Kathrin Dobritzsch und Mia Rabea Kachellek erhielten bei einer Feierstunde in der Mitgliederoase der Volksbank vor rund 70 Besuchern ihre Stipendien der Rotary-Clubs Hamm und Hamm-Mark. Durch diese Hilfe kann Dobritzsch ein Semester in Taiwan und Kachellek ein Semester in Kenia absolvieren.

Dobritzsch ist 24 Jahre alt und studiert an der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) biomedizinische Technologie. In ihrem Forschungsbereich geht es um medizinische Bildbearbeitung mit Hilfe genetischer Algorithmen. In diesem Bereich arbeitet Professor Dr. Brinker von der HSHL eng mit Professor Ting zusammen, der an der National Tsing Hua University in Taiwan forscht. 

Nachdem Brinker den Studenten die Kooperation vorgestellt hatte, bewarb sich Dobritzsch auf einen der sechs Austauschplätze und hatte Erfolg. Durch das mit 3000 Euro ausgestattete Stipendium kann sie nun entspannt dem Wintersemester 2018/19 entgegensehen. Besonders interessant dürfte für sie der Bericht des Vorjahresstipendiaten Laurits Dreyer gewesen sein, der ebenfalls in diesem Fach in Taiwan gearbeitet hat.

Er berichtete von den Arbeitsbedingungen, wie von Ausflügen und den Begegnungen mit Einheimischen und anderen Studenten. „Das ist für mich etwas wirklich anderes, denn ich war noch nie außerhalb der EU“, sagte Dobritzsch. Sie hat den Professoren in Taiwan bereits E-Mails geschrieben, diese seien viel lockerer als die deutschen. „Hier ist alles schon etwas förmlicher“, findet Dobritzsch.

Ebenfalls aufregend ist die Vorbereitung ihres Auslandssemesters für Mia Rabea Kachellek. Die 21-jährige Studentin des Fachs Soziale Arbeit an der SRH-Hochschule absolviert das erste Auslandssemester innerhalb einer Kooperation ihrer Hochschule mit einer Hochschule in Nairobi, die im Mai geschlossen wurde. „Ich bin quasi das Versuchskaninchen“, sagt sie. Den Aufenthalt von Hamm aus zu organisieren, sei nicht einfach. „Da ist noch nichts eingespielt und ich bin wirklich gespannt“, sagt Kachellek.

Nach vier Monaten Studium stehen bei ihr noch zwei Projektmonate in Ukunda an. Dabei möchte sie den Kindern mit einem Zirkusprojekt die eigenen Stärken aufzeigen. „Wenn die Menschen nach Afrika blicken und helfen wollen, dann kümmern sie sich zumeist um die äußeren Umstände“, sagt Kachellek. Sie wolle helfen, die Kinder zu starken Persönlichkeiten zu machen.

Ersten Kontakt mit kenianischen Familien sammelte die Studentin in ihrem Bundesfreiwilligendienst. „Die lockere, herzliche Art hat mich sehr beeindruckt“, sagt sie. Dr. Stefan Büschken und Hermann Wiebringhaus, die Präsidenten der Rotary Clubs, gingen in Grußworten auf den Wert des internationalen Austauschs ein. „So etwas zu erleben, weitet das Bewusstsein“, sagte Büschken. 

Nun freuen sich die Beteiligten auf die Berichte der Studentinnen nach ihrer Rückkehr.

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