Prüfungsstress: So meistert ihr die Schreibtisch-Apokalypse

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 Hamm - Die Prüfungsphase steht mal wieder vor der Tür. Doch wie überleben Schüler dieses förmliche Ertrinken in Lernstoff und erzielen das beste Ergebnis? yourzz-Reporterin Emely Kolodziej steckt gerade in den Abiturprüfungen und berichtet, wie sie ihr Leben zwischen Papier und Pause meistert.

Berge an Büchern und Papier voller Zeichnungen, Notizen und Zitaten türmen sich auf meinem Schreibtisch. Eigentlich hatte ich schon meine gesamte Schullaufbahn Zeit, mich genau auf dieses Szenario vorzubereiten und zwei Jahre, um den fürs Abi relevanten Stoff aufzusaugen. Die Zeit habe ich nicht genutzt und habe jetzt ein Chaos an Ordnern und Inhalten, an die ich mich überhaupt nicht mehr erinnern kann. Um genau diese „Schreibtischapokalypse“ zu vermeiden und ganz entspannt die Prüfungszeit zu überleben, gibt es ein paar Tipps.

Früh genug mit dem Lernen anfangen

Um den Umfang zu bewältigen und vorbereitet die Prüfung zu meistern, gibt es nur zwei Möglichkeiten: schon lange vorher, parallel zu den anderen Klausuren, zu lernen und sich vor allem Zeit zu lassen oder in den sauren Apfel zu beißen und intensiv alle Inhalte in einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne durchzuackern. Im vergangenen November wollte ich damit anfangen, habe sogar einen Plan angefertigt. Letzten- endes habe ich dann doch erst drei Wochen vor meiner ersten Klausur angefangen zu lernen, einen Tag nach der Vor-Abi-Klausur des selben Faches. Doch dafür saß ich mehrere Stunden am Tag an meinen Materialien und biss mich einfach durch. Ich fühlte mich gut vorbereitet, was nicht bedeutetet, dass ich nicht panisch war. Ich war nur ruhiger, weil ich wusste, dass ich alles gegeben hatte.

„Auf-Lücke-lernen“ ist ein Risiko

Eine weitere Lernmöglichkeit ist, das sogenannte „Auf- Lücke-Lernen“. Allerdings birgt es ein höheres Risiko zu versagen. Ich habe mich dagegen entschieden, denn in den bisher wichtigsten Prüfungen meines Lebens wollte ich nicht versagen.

Karteikarten und Lernvideos

Zusätzlich zur Zeiteinteilung gibt es auch andere Methoden, um sich den Stoff buchstäblich ins Hirn zu prügeln. Ich arbeite mit einem Mix aus eigenen Zusammenfassungen; Karteikarten für Inhalte, die ich mir einfach nicht merken kann, und Lernvideos aus dem Internet. Für manche Fächer blätterte ich zusätzlich alte Klausuren durch, um nach Fehlern zu suchen und diese nicht zu wiederholen.

Häufig hilft es, in der Vorbereitung zwischen den Prüfungsfächern zu unterscheiden. Ich werde in Bio, Englisch, Deutsch und Geschichte geprüft. Bio und Geschichte basieren hauptsächlich auf Fakten, die auswendig gelernt werden müssen. Deutsch und Englisch fordern den sprachlichen Hintergrund. Es ist Gold wert, nach der Klausur sagen zu können, dass man nicht von Themen überrascht wurde. So lässt sich trotz Stress die Prüfungsphase durchhalten.

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