Weltbank: Schwellenländer können Erholung vorantreiben

+
Robert Zoellick sagt, die Schwellenländer könnten zur Erholung der Weltwirtschaft beitragen.

Istanbul - Schwellen- und Entwicklungsländer können nach Ansicht von Weltbank-Chef Robert Zoellick entscheidend dazu beitragen, die Weltwirtschaftskrise dauerhaft zu überwinden.

In diesen Staaten sei Potenzial vorhanden, die Binnennachfrage anzukurbeln, sagte Zoellick am Freitag in Istanbul. Allerdings müsse die Staatengemeinschaft beispielsweise über die Weltbank die dazu nötigen Finanzierungsmittel bereitstellen. “ Eine Weltwirtschaft, die sich auf viele Pfeiler stützen kann, ist stabiler“, betonte er. Viele Schwellen- und Entwicklungsländer benötigten Kredite der Weltbank, um die Binnennachfrage in Schwung zu bringen. Entsprechend werde die internationale Entwicklungshilfeorganisation in den kommenden Jahren ihrerseits zusätzliche Mittel brauchen.

Der Weltbank-Präsident warnte überdies davor, angesichts der ersten Zeichen einer globalen Konjunkturwende von Reformbemühungen abzulassen und bestehende Risiken zu ignorieren. Die wirtschaftliche Entwicklung 2010 sei angesichts auslaufender staatlicher Hilfsprogramme “höchst unsicher“, sagte er. “Die Gefahr ist nicht mehr der Zusammenbruch der Wirtschaft, die Gefahr ist inzwischen Selbstzufriedenheit“, mahnte er. Die Weltbank und Internationaler Währungsfonds treffen sich kommende Woche (6./7. Oktober) in Istanbul zu ihrer traditionellen Jahrestagung. Im Mittelpunkt stehen dabei Beratungen über Strategien und Herausforderungen für die Zeit nach der Weltwirtschaftskrise.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare