Umfrage: Mehrheit für Frauenquote bei Topmanagern

Düsseldorf - Die Mehrheit der Bundesbürger glaubt nicht daran, dass die deutschen Unternehmen ohne eine gesetzliche Frauenquote auf absehbare Zeit eine angemessene Zahl von Führungspositionen mit Frauen besetzten werden.

Nach einer am Freitag vom “Handelsblatt“ veröffentlichten Forsa-Umfrage halten 53 Prozent der Deutschen staatliche Vorgaben für erforderlich. Nur 42 Prozent der Befragten erklärten, die Unternehmen seien selbst in der Lage eine Regelung zu finden, wie Frauen angemessen gefördert werden könnten. Die Einschätzung, wie hoch der Anteil der Frauen in Führungspositionen sein sollte, ist allerdings unterschiedlich. Fast ein Drittel der Befragten sprach sich dafür aus, jeden zweiten Job im Topmanagement mit Frauen zu besetzen.

Ein weiteres Viertel meinte, auch ein Drittel der Stellen sei ausreichend. Weitere zwanzig Prozent gaben sich auch mit einem Viertel der Stellen zufrieden. Die Ursache dafür, dass bislang so wenig Frauen in Unternehmen in Führungspositionen gelangen konnten, sehen 71 Prozent der Befragten darin, dass die Führungskultur in den Firmen bislang zu sehr von Männern dominiert sei. Außerdem machen 66 Prozent die schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf dafür verantwortlich. Nur 39 Prozent glauben, dass Frauen selbst nicht genügend in Führungspositionen streben.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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