1. wa.de
  2. Wirtschaft

Trigema-Chef Wolfgang Grupp: „Ich ziehe mich nicht für mich selbst an“

Erstellt:

Von: Lisa Mayerhofer

Kommentare

Mit der Art der Kleidung drückt man seine Wertschätzung gegenüber anderen Personen aus, findet Trigema-Chef Wolfgang Grupp. Von Jogginghosen hält er deshalb eher wenig.

Burladingen – „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“ – Das ist das zweifellos bekannteste Zitat des legendären Modedesigners Karl Lagerfeld. Mit dieser Meinung steht er nicht alleine da: Auch der bekannte Unternehmer Wolfgang Grupp, Chef des deutschen Bekleidungsunternehmens Trigema, legt Wert auf schicke Kleidung. Der Firmenpatriarch, auch „König von Burladingen“ genannt, zeigt sich fast ausschließlich gut gekleidet in der Öffentlichkeit.

Grupp über Kleidung: „Das ist die Wertschätzung, die ich dem anderen gegenüber bringe“

Im Podcast der Wirtschaftswoche erklärt der Unternehmer mehr dazu:  „Wenn ich gesagt habe, ich bin heute irgendwo eingeladen und dafür tut es meine Jogginghose, dann ist das eine Wertschätzung, die ich dem anderen gegenüber bringe – nämlich keine“, sagt Grupp. Für ihn sei das eine Erziehungsfrage. Er ziehe sich nicht für sich selbst, sondern für die anderen an.

„Das ist die Wertschätzung, die ich dem anderen gegenüber bringe“, erklärt Grupp im Wirtschaftswoche-Podcast. Deshalb sei es für ihn selbstverständlich, dass er sich vor seinen Mitarbeitern entsprechend anziehe – weil er sie wertschätze. „Ich sage nicht: Für meine Mitarbeiter, da tut es auch das Älteste, was ich habe – Nein!“, sagt der Trigema-Chef weiter. Diese Einstellung sei ihm sehr wichtig.

Trigema-Chef Grupp: „Ich schätze die alten Werte“

Kein Wunder: Grupp gilt als Mann der alten Schule – Werte wie Verantwortung, Respekt und Anstand seien ihm sehr wichtig, erklärt er immer wieder in den Medien. Der Unternehmer produziert ausschließlich in Deutschland und haftet als eingetragener Kaufmann persönlich für Trigema – was heutzutage eine Seltenheit darstellt.

Der Firmenpatriarch, der dieses Jahr 80 Jahre alt geworden ist, erklärt: „Kassieren, wenn es gut läuft und in schwierigen Zeiten Verluste dem Steuerzahler überlassen, das darf sicher nicht sein! Unsere Welt ist so verrückt. Ich schätze die alten Werte, ich bin traditionell. Ich hafte für alles, garantiere die Arbeitsplätze.“

Auch interessant

Kommentare