Telekom muss kostenlose Rufumleitung einstellen

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Die Telekom muss ihr Angebot für die kostenlose Rufumleitung “Switch and Profit“ zurückziehen.

Karlsruhe - Die Telekom muss ihr Angebot für die kostenlose Rufumleitung “Switch and Profit“ zurückziehen, weil sie damit konkurrierende Mobilnetzanbieter gezielt behindert.

Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Mittwoch entschieden und damit der Klage des Handynetzanbieters E-Plus stattgegeben. Ein Telekomsprecher erklärte, das Unternehmen bedauere die Entscheidung, sie spiele aber “für das operative Geschäft keine Rolle“. Die Telekom hatte ihren Festnetzkunden angeboten, alle Anrufe auf ihr Handy kostenlos auf das Festnetz umzuleiten. Der Kunde erhielt dafür bis 2008 eine Gutschrift von 2,59 Cent pro Minute, während der angerufene Mobilfunknetzbetreiber leer ausging.

Denn wegen der Umleitung erhält der Handy-Netzbetreiber nicht das sogenannte Zusammenschaltentgelt, das die Telekom bei Anrufen aus ihrem Festnetz zu Handyanbietern bezahlen müsste. E-Plus verklagte deshalb die Telekom auf Schadenersatz. Bereits das Oberlandesgericht Köln sah in dem Angebot einen unlauteren Behinderungswettbewerb und untersagte “Switch and Profit“. Die hiergegen von Telekom eingelegte Revision blieb jetzt ohne Erfolg.

ap

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