Riesiges Ölvorkommen in Argentinien entdeckt

Buenos Aires - Ein Ölkonzern hat in Argentinien ein Ölfeld mit vermutlich fast einer Milliarde Barrel Schieferöl entdeckt. Damit könnten sich die Reserven auf einen Schlag fast verdoppeln und viele Investoren anlocken.

Für den in Madrid ansässigen spanischen Ölkonzern Repsol bedeute die Entdeckung im Vaca-Muerta-Becken zudem einen Zuwachs seiner weltweit nutzbaren Ölfördermenge um ein Drittel.

Argentinien könne damit zu einem Ölexporteur werden, sagte Repsol-Sprecher Kristian Rix. Repsol YPF habe die Schürfrechte für 12.000 der 30.000 Quadratkilometer in dem Becken in der Provinz Neuquen. Am Dienstag kletterten Repsol-Aktien zum Handelsschluss in Madrid um 6,3 Prozent.

Noch ein weiter Weg bis zur Förderung

Der frühere argentinische Energieminister Jorge Lapena sprach von einer “spektakulären Bekanntgabe,“ erklärte jedoch, dass die Existenz der Ölreserven noch nicht bewiesen sei. So müssten noch wirtschaftliche und ökologische Studien Klarheit bringen. “Von Ressourcen zu Reserven und einer anschließenden Förderung ist es noch ein weiter Weg“, erklärte Lapena.

Experten bezeichneten den möglichen Riesenfund als vielversprechend. “Zusätzliche Ölfunde sind nicht nur ein schönes Beiwerk, sondern sind wichtig, um die wachsende globale Ölnachfrage zu befriedigen“, erklärte der Energieexperte Jason Schenker. “Die Frage ist nun nur, wie schnell man das Öl fördern kann - und zu welchem Preis.“

dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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