Er biss herzhaft hinein

Junge macht gefährlichen Fund in Rewe-Leberkäse - Supermarkt reagiert

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Ein 16-Jähriger hat in einem Leberkäse zum Selbstbacken Metallstücke gefunden. (Symbolbild)

In einem Rewe-Supermarkt in Bayern kauft eine Frau Leberkäse zum Selbstaufbacken. Als ihr Sohn hinein beißt, macht er eine erschreckende Entdeckung.

Update vom 15. Februar, 9.10 Uhr: Die Fehlersuche dauert an: Nachdem Metallstückchen in einem Leberkäse zum Selbstbacken aufgetaucht waren, steht die Produktion in dem betreffenden Supermarkt in Geiselbullach weiter still. „Da die internen Analysen noch nicht vollständig abgeschlossen sind, hat die Metzgerei im Rewe-Center in Olching die Eigenproduktion Wurst noch nicht wieder aufgenommen“, heißt es in einer Antwort der Rewe-Group auf eine entsprechende Anfrage. 

Die Verantwortlichen hatten die Produktion vergangenen Mittwoch unterbrochen. Eine Olchingerin hatte Leberkäse gekauft – als ihr Sohn reinbeißen wollte, fand er die Metallstückchen. Der ganze Leberkäs sei regelrecht damit gespickt gewesen, erzählte die Olchingerin. Sie ärgerte sich vor allem, weil das Problem schon bekannt gewesen sein musste, als sie einkaufen war. Die Ursache bleibt bisher unklar.

Rewe: Junge isst Leberkäse und macht fragwürdigen Fund - Metzgerei wusste über Inhalt längst Bescheid

Olching – Claudia D. isst für ihr Leben gerne Leberkäse, das ist ihr nun aber erst einmal für eine ganze Zeit vergangen. „Mich schaudert es immer noch bei dem Gedanken daran“, sagt die 50-Jährige. Am späten Mittwochnachmittag, laut Kassenzettel, um 17.12 Uhr, hat die Olchingerin ein Kilo Brät zum Selbstaufbacken beim hauseigenen Metzger im Geiselbullacher Rewe-Center erworben. Dort ist sie seit 15 Jahren Kundin. Sie kaufte noch Laugenstangerl dazu, weil ihr Sohn die am liebsten zum Leberkäse ißt. 

Der Kassenzettelt zeigt: Die Frau kaufte den Leberkäse um 17.12 Uhr im Rewe in Geiselbullach.

16-Jähriger beißt in Leberkäse - und macht schockierenden Fund

Nach einem langen Arbeitstag wollten sich die beiden eine schöne Brotzeit gönnen. Doch daraus wurde nichts. Als der 16-Jährige herzhaft in die erste dampfende Scheibe biss, erschrak er. „Da waren richtig scharfkantige Metallteilchen drin“, erzählt die Mutter. Sie hat sofort den ganzen Leberkäse inspiziert. „Der war gespickt mit den Dingern.“ Lauter kleine Fetzen, wie Alufolie. „Von einer Maschine kann das eigentlich nicht kommen“, meint D.. Sie kennt sich aus: Die 50-Jährige ist Lehrerin an der Berufsschule für Metzgerhandwerk. 

Diese Metallsplitter fand eine Mutter in einem Leberkäse zum Aufbacken.

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Mutter reklamiert Leberkäse mit Metallsplitter, doch sie war nicht die einzige Betroffene

Claudia D. fuhr noch am selben Abend, 40 Minuten vor Ladenschluss, erneut zum Geiselbullacher Supermarkt. Sie reklamierte die Ware und bekam sofort ihr Geld zurück, ohne Entschuldigung oder ein Wort des Bedauerns, wie sie sagt. Im weiteren Gespräch habe sich dann herausgestellt: „Die Dame an der Information wusste längst Bescheid.“ Und zwar seit 15 Uhr, seit sie ihren Dienst antrat. Offenbar war D. nicht die einzige Kundin, die sich über die gefährliche Beilage beschwerte. 

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An der Metzgertheke im Supermarkt macht Frau eine weitere Entdeckung

Die 50-Jährige habe daraufhin noch einmal zu dem Metzger geschaut: Der Leberkäse habe immer noch zum Verkauf gestanden. „Das ist absolut fahrlässig“, empört sich die Olchingerin. Sie kann verstehen, dass so etwas passieren kann. Nur: „Dass man die Ware weiterverkauft, obwohl man weiß, was los ist, geht gar nicht.“ 

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Metallsplitter in Leberkäse: So reagierte Rewe in Geiselbullach

Unternehmens-Sprecherin Ursula Egger reagiert auf Tagblatt-Anfrage überrascht auf die Schilderungen von Claudia D.. Rewe sei lediglich bekannt, dass es am Montag Probleme mit dem Leberkäsbrät gegeben habe. Ein Ehepaar habe sich darüber beschwert, jedoch erst am Mittwoch. „Am Donnerstag haben wir die Produktion sofort gestoppt.“ Der Metzger-Kutter – eine Maschine, die das Fleisch für den Leberkäse zerkleinert – werde ausgiebig überprüft. Die Ware wird im Geiselbullacher Supermarkt frisch hergestellt. „Die Charge muss auch am selben Tag verkauft werden, das ist wie beim Hackfleisch.“ Der Rest wird entsorgt. Das mache es natürlich auch schwierig, herauszufinden, was Tage zuvor schief gelaufen sei. Der Leberkäse im Geiselbullacher Rewe werde nun erst einmal zugekauft. Am Donnerstag wurde zudem in diesem Markt die gesamte Fleischproduktion eingestellt. Das teilte der Markt mit. Für Claudia D. ist das nicht mehr relevant. „Mich werden sie so schnell nicht mehr an der Theke sehen.“

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