NGG-Chef fordert Zeugnis für Wirte

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NGG-Chef Franz-Josef Möllenberg: “Mit dem Manschen und Panschen von Lebensmitteln muss Schluss sein.“

Osnabrück - Gastronomen sollen künftig einen Qualifikationsnachweis ablegen. Das fordert der Chef der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Aktuelle Anforderungen an Wirte seien „eine Lachnummer“.

In der Diskussion über die Qualität von Lebensmitteln hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) einen Sachkundenachweis für Gastronomen gefordert. Derzeit könne jeder ein Restaurant eröffnen, der einen Gesundheitspass und eine Kurzanweisung der Industrie- und Handelskammer vorzeigt, sagte der Vorsitzende Franz-Josef Möllenberg der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ und fügte hinzu: “Das ist eine Lachnummer.“

“Wir müssen Missstände in der Gastronomie bekämpfen, und das geschieht am besten, wenn von den dort Tätigen ein Qualifikationsnachweis verlangt wird“, wurde er zitiert. Gerade in Restaurants und Gaststätten sei die heimliche Verwendung von Lebensmittel-Imitaten ein großes Problem, sagte Möllenberg. “In der Gastronomie meinen viele, sie können den schnellen Euro machen, indem sie Analog-Käse oder Gel-Schinken verwenden.“ Es müsse auch diskutiert werden, den Informantenschutz für Mitarbeiter von Gastronomiebetrieben zu stärken, die Missstände zur Anzeige zu bringen, forderte er.

Diese müssten derzeit oft mit Repressalien ihres Arbeitgebers rechnen. “Das hätten wir nicht, wenn die Informanten im Ermittlungsverfahren anonym bleiben könnten“, sagte Möllenberg. Der NGG-Chef forderte auch eine bessere Kennzeichnung der Lebensmittelqualität auf Speisekarten. “Hier muss genau gesagt werden, wo die Ware herkommt und wie sie verarbeitet wurde“, sagte er. Ebenso wie beim Bier müsse es für alle Lebensmittel ein “Reinheitsgebot“ geben. “Mit dem Manschen und Panschen von Lebensmitteln muss Schluss sein.“

ap

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