Nach Quelle-Pleite Aufatmen in Fürth

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In fünf Jahren möchte die Stadt sogar besser dastehen, als vor der Quelle-Pleite.

Fürth - Ein halbes Jahr nach dem endgültigen Aus für den Fürther Versandhändler Quelle ist das Aufatmen in Fürth deutlich zu spüren. In fünf Jahren möchte die Stadt sogar besser dastehen, als vor der Pleite.

“Die Katastrophe ist ausgeblieben. Wir stehen in Fürth erstaunlich stark da, und wir haben die Perspektive, innerhalb von fünf Jahren die Beschäftigung, die wir durch Quelle verloren haben, wieder zurückzugewinnen“, sagte Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) am Montag. “Wenn alles gut geht, werden wir in fünf Jahren besser dastehen als vorher.“

Die Quelle-Pleite sei gemeinsam mit dem Niedergang von Grundig die größte Erschütterung der Stadt in der Nachkriegszeit gewesen, betonte Jung. Mehr als 1000 Fürther seien dadurch arbeitslos geworden, rund 2000 waren es in Stadt und Landkreis, etwa 6000 Betroffene in der Region. Genaue Zahlen gebe es zwar nicht, doch sei es gelungen, sehr viele wieder in neue Jobs zu vermitteln. Probleme gebe es jedoch bei der Gruppe der kaufmännischen Angestellten im Alter von 50 Jahren aufwärts.

Große Firmenpleiten 2009 in Deutschland

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Überdurchschnittlich viele ehemalige Quelle-Mitarbeiter versuchten zudem, sich selbstständig zu machen - mit noch ungewissem Ausgang. Andere nehmen derzeit an Qualifizierungsmaßnahmen des Arbeitsamtes teil und werden deshalb nicht als arbeitslos gezählt.

Jung zeigte sich jedoch zuversichtlich, viele Betroffene mit Hilfe von Fördergeldern wieder in Lohn und Brot zu bekommen. Allein rund 200 Arbeitsplätze entstünden mit dem Zuzug des Statistischen Landesamtes, von dem eine Außenstelle vorläufig in der derzeit leerstehenden Quelle-Hauptverwaltung einziehen wird. Nach der Quelle-Insolvenz hatte die Arbeitsagentur der Stadt einen Anstieg der Arbeitslosenquote von 7,6 auf 12 Prozent prognostiziert. Nachdem die letzten Kündigungen Ende Februar wirksam wurden, lag die Quote im März jedoch nur bei 8,3 Prozent. Laut Jung zeichnet sich für den April ein Rückgang ab.

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