Nach einem Jahr: Siemens trennt sich von Sicherheitschef

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Der Elektrokonzern Siemens trennt sich nach nur einem Jahr von seinem Sicherheitschef.

Hamburg - Der Elektrokonzern Siemens trennt sich nach nur einem Jahr von seinem Sicherheitschef. Gert-René Polli hat schon vor einigen Wochen einen Aufhebungsvertrag unterschrieben.

Das bestätigte ein Siemens-Sprecher der “Financial Times Deutschland“ (Donnerstag). Der Zeitung zufolge spielen politische Gründe eine Rolle bei der Absetzung. Siemens habe dies nicht kommentieren wollen. Ein Sprecher habe betont, dass die Trennung “einvernehmlich“ erfolgt sei. Wer die Nachfolge antreten werde, sei noch nicht bekannt. “Wir sind mit möglichen Nachfolgern in fortgeschrittenen Verhandlungen“, sagte der Siemens-Sprecher dem Blatt.

Die Berufung Pollis, ehemaliger Leiter des österreichischen Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), hatte Kritik ausgelöst. Erst vor einem Jahr hatte Konzernchef Peter Löscher Polli für den Posten angeheuert. Der Posten “Leiter der Konzernsicherheit“ ist eine Schlüsselposition in jedem Konzern. Die Aufgabe des Managers ist es, Sicherheitsrisiken wie Geheimnisverrat, Entführungen oder Anschlägen vorzubeugen. Der Zeitung zufolge wird nun in der Branche diskutiert, ob der ehemalige Sicherheitschef Norbert Wolf übergangsweise in seinen alten Job zurückkehren werde. Er genieße einen ausgezeichneten Ruf.

dpa

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