Deutschland kaum betroffen

Mineralölwirtschaft: Keine Engpass-Gefahr bei Öl

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Erdölverarbeitungsanlagen in Leuna in Sachsen-Anhalt. Foto: Waltraud Grubitzsch

Berlin (dpa) - Nach den Drohnenangriffen auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien erwarten Experten zum Wochenstart Turbulenzen an den Ölmärkten.

Doch die Auswirkungen auf den deutschen Markt und für die Autofahrer hierzulande dürften sich nach Einschätzung des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) in Grenzen halten.

"Aus Saudi-Arabien kommt kaum Öl nach Deutschland - 2018 war es ein Prozent", sagte eine Verbandssprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. "Eine Engpass-Gefahr beim Öl besteht für Deutschland also nicht."

Der globale Ölpreis könnte sich zwar kurzfristig erhöhen. "Ob sich das auf deutsche Tankkunden auswirkt, ist aber offen: Andere Länder sind in der Lage, ihre Fördermengen auszuweiten und den Ausfall so zu kompensieren", hieß es weiter.

Derzeit ist nach Angaben des MWV der Ölpreis der maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent mit rund 60 Dollar je Barrel (159 Liter) im langjährigen Vergleich eher niedrig. Der Preis habe schon mal über längere Zeit bei mehr als 100 Dollar gelegen.

Die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien war am Wochenende mit Drohnen angegriffen worden. Die Angriffe haben nach offiziellen Angaben aus Riad zu einem Einbruch der Produktionsmenge geführt.

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