"Entscheidender Moment"

Milliarden-Übernahme: Uber kauft Konkurrenten 

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Fahrdienst-Anbieter Uber hat den Konkurrenten Careem aufgekauft.

Milliardenübernahme im wachsenden Fahrdienstsektor: Marktführer Uber hat den Nahost-Konkurrenten Careem aufgekauft.

San Francisco - "Careem und Uber bündeln ihre Kräfte", teilten die beiden Fahrdienstanbieter am Dienstag mit. Die Übernahme soll im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen sein, sofern die zuständigen Wettbewerbsbehörden zustimmen. Die Ankündigung kommt wenige Wochen vor Ubers geplantem Börsenstart.

Den US-Anbieter Uber gibt es seit 2010, Careem mit Sitz im Emirat Dubai startete 2012 und hat nach eigenen Angaben mittlerweile eine Million Fahrer mit einem Angebot in 90 Städten. Rund 30 Millionen Menschen nutzen demnach den Fahrdienst. Uber kam zwei Jahre nach dem Start von Careem auf den Markt im Nahen Osten - seitdem sind die beiden Unternehmen Konkurrenten.

Uber und Careem sollen beide weiterbestehen

Careem soll nach der Übernahme eine vollständige Tochter von Uber sein, beide Unternehmen wollen nach eigenen Angaben aber eigenständig arbeiten. Careem behalte seine Marke, und seine Angebote - darunter auch Lieferdienste - sowie seine eigene App. Uber wiederum sichert sich den Einfluss auf die Region von Marokko bis Pakistan, mit großen Märkten wie Ägypten und Saudi-Arabien.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi sprach von einem "entscheidenden Moment" in der Expansion des Unternehmens in diesem "rasch wachsenden" Teil der Welt. Careem-Mitbegründer und Firmenchef Mudassir Sheikha sagte zu der anstehenden Übernahme, der Zusammenschluss mit Uber werde dabei helfen, das Leben der Menschen in der Region weiter "zu vereinfachen und zu verbessern". Die digitalen und technischen Möglichkeiten seien dort mittlerweile enorm.

Uber steht vor einem mit Spannung erwarteten Börsengang, der voraussichtlich im April stattfinden und dem Unternehmen eine Menge Geld in die Kasse bringen wird. Schätzungen zufolge könnte das US-Unternehmen mit bis zu 100 Milliarden Dollar bewertet werden.

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afp

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