IWF: Deutschland vor schwacher Konjunktur

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Laut IWF muss Deutschland langfristig mit einer Wachstumsrate von 1,25 rechnen.

Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Deutschland vor ein Abgleiten in ein langfristig niedriges Wirtschaftswachstum gewarnt. Schon für das kommende Jahr rechnete der IWF mit einem Konjunkturrückgang

Die Bundesregierung müsse dem Bevölkerungsrückgang, dem Ausbildungswesen und dem Innovationsklima besondere Aufmerksamkeit schenken, um auch auf lange Sicht eine starke Konjunktur zu sichern, schrieb der IWF in einer am Dienstag in Washington veröffentlichten Analyse. Zudem müsse das Land seine hohe Abhängigkeit von Exporten verringern und die Binnennachfrage stärken. Auch sollten die Gesetzgeber ihre Sparbemühungen für die öffentlichen Haushalte nicht übertreiben, um zu verhindern, die Konjunktur damit abzuwürgen.

Der IWF lobte Deutschland zwar für die schnelle Erholung nach der Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre. Sie habe kurzfristig sogar die Erwartungen übertroffen: Das Wachstum werde in diesem Jahr 3,2 Prozent betragen statt wie bisher vom IWF geschätzt 2,5 Prozent. Aber schon im kommenden Jahr kühle sich die Konjunktur ab. Sie werde dann nur noch 2,0 Prozent zulegen statt 2,1 Prozent, wie die Organisation der Vereinten Nationen im April angenommen hatte.

Langfristig müsse Deutschland aus heutiger Sicht mit einer geringen Wachstumsrate von 1,25 Prozent rechnen. Gründe dafür seien unter anderem, dass die Bevölkerung überaltere und daher die Zahl der Arbeitskräfte sinke. Die Regierung müsse daher mit ihrer Steuerpolitik versuchen, mehr Menschen zum Arbeiten zu bewegen.

Durch Reformen im Bildungswesen, die unter anderem eine frühe Betreuung für mehr Kinder sowie Anreize für lebenslanges Lernen vorsehen, müsse die Produktivität der Erwerbsbevölkerung gesteigert werden, so der IWF weiter. Zudem müsse ein besseres Klima für Investitionen geschaffen werden, die auch riskante Unternehmungen erlaubt.

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