Gefahr aus dem Möbelhaus?

Kundin entsetzt: Ikea-Produkt „jagt sich selbst in die Luft“

Ikea-Möbel können so ihre Tücken haben - spätestens nach überstandenem Aufbau fühlen sich die meisten Kunden aber auf der sicheren Seite. In dem spektakulären Fall einer deutschen Kundin allerdings offenbar zu Unrecht. 

München/Köln - Sind Ikea-Vitrinen ein Gefahrenherd im Wohnzimmer? Ein Post einer Kundin des schwedischen Möbelbauers legt das zumindest nahe. Sie behauptet: Das Möbelstück hat sich „selbst in die Luft gejagt“.

Ein halbes Jahr nach dem Kauf kam für sie der große Schreck: Die Tür einer Ikea-Vitrine der Frau zersplitterte ohne Außenwirkung in Tausende winzige Scherben. So schildert es die Frau zumindest auf Ikeas Facebook-Seite.

Hat sich die Ikea-Vitrine „von alleine in die Luft gejagt“?

Glücklicherweise sei sie gerade beim Fernsehen im Wohnzimmer gewesen, als sich das Unglück im Arbeitszimmer ereignete, schreibt die Kundin an den Möbel-Riesen. Ein „großer Knall“ habe sie aufgeschreckt. „Ich also nach nebenan und was sehe ich dort, meine 6 Monate alte Vitrine von euch hat die Türe alleine ‚in die Luft gejagt‘.“

Das angehängte Foto scheint die Geschichte zu belegen - von der Vitrinentür ist augenscheinlich außer Splittern nichts übrig geblieben. Wie der Schaden zustande kam, ist anhand des Schnappschusses allerdings nicht ersichtlich.

Die Ikea-Kundin ist nun jedenfalls nach eigenen Angaben verunsichert. „Ich bin gerade mehr als sprachlos und entsetzt, da ich keine Ahnung habe, wie das passieren konnte“, erklärt sie. „Muss ich mich vor meinen anderen beiden nun in Deckung stürzen?“

Ikea sagt Sorry „für die Unannehmlichkeiten“

Eine direkte Antwort gab Ikea auf diese drängende Frage nicht. Das Unternehmen bat in seiner öffentlichen Antwort lediglich um Entschuldigung für die „Unannehmlichkeiten“ und erklärte, man benötige zur Bearbeitung „Name, Anschrift, Telefon, E-Mail“, sowie Kaufbeleg, Artikelnummer, fünfstellige Herstellernummer und einen vierstelligen Zahlencode, der auf einem Etikett am Produkt zu finden sei. Der zusätzliche kleine Faux-Pas: Ikea bezeichnet die Vitrine in seiner Antwort als „Beistelltisch“.

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Die Besitzerin des kaputten Möbelstücks zeigte sich denn auch mäßig überzeugt. „Vielleicht noch meine Sozialversicherungsnummer?“, fragt sie ironisch. Und fügt hinzu: „Gab‘s euch nicht auch die Rückgabe ohne Kassenbon?“ Ikea verneint - und merkt an: Für die Rückgabe müsse ein Artikel „vollständig“ sein. Unklar blieb, ob die Kundin nun auch einen Beutel mit Scherben bei ihrem Filiale wird einreichen müssen.

Schwedischer Möbel-Riese musste Fahrrad zurückrufen

Ikea hatte erst unlängst einen Rückruf abgesetzt: Der Möbel-Gigant zog Ende Mai das Fahrrad „Sladda“ aus dem Verkehr - wegen akuter Sturzgefahr. Und auch Konkurrenz bringt sich in Deutschland in Stellung. Ein traditionsreiches Warenhaus will künftig auch (wieder) Möbel verkaufen.

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fn

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Gercke

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