Griechen-Banken kriegen Riesen-Kapitalspritze

Athen - Grünes Licht gab es für die Auszahlung von 18 Milliarden Euro aus dem hellenischen Bankenrettungsfonds an die vier größten griechischen Geschäftsbanken.

Das teilte der Hellenic Financial Stability Fund (HFSF) am Mittwoch in Athen mit. Mit dem Geld können die National Bank of Greece, Alpha Bank, Eurobank und Piräus Bank ihre Kapitaldecke stärken. 50 Milliarden Euro wurden insgesamt beiseite gestellt, um eine rasche Rekapitalisierung der angeschlagenen griechischen Banken zu ermöglichen. Der HFSF nimmt die Verteilung vor.

Der Rekapitalisierungsplan ist ein Schlüsselelement des zweiten, 130 Milliarden Euro schweren Rettungspakets, das Griechenland mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds im März vergangenen Jahres ausgehandelt hat, um solvent zu bleiben. Griechische Banken haben wegen immenser Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen dieses Jahr enorme Verluste eingefahren. Zudem haben Kunden aus Angst vor einem Euro-Austritts Griechenland ihre Bankkonten geplündert.

Der Leitindex in Athen setzte am Mittwoch seine Talfahrt fort und schloss auf einem 22-Jahrestief bei 526,39 Punkten, einem Minus von 1,79 Prozent.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare