Statistikamt Eurostat

Eurozone verringert Schuldenquote 2018 weniger als gedacht

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Laut Statistikamt Eurostat ging die Schuldenquote in der Eurozone im vergangenen Jahr zurück - allerdings weniger stark als angenommen. Foto: Uli Deck/dpa

Luxemburg (dpa) - Die 19 Länder der Eurozone haben die Schuldenquote im vergangenen Jahr weiter verringert - allerdings weniger stark als angenommen.

Nach Angaben des Statistikamts Eurostat ging der Anteil der Staatsschulden an der Wirtschaftsleistung von 87,8 auf 85,9 Prozent zurück. In einer ersten Schätzung war noch ein Rückgang auf 85,1 Prozent genannt worden. Maximal erlaubt sind nur 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP).

Die höchste relative Verschuldung wiesen 2018 Griechenland (181,2 Prozent des BIP), Italien (134,8) und Portugal (122,2) auf. Die niedrigsten Schuldenquoten erzielten Estland (8,4) und Luxemburg (21,0). Deutschlands Schuldenstand sank sowohl absolut als auch relativ. Er nahm laut Eurostat von rund 2,119 Billionen auf 2,069 Billionen Euro ab. Im Verhältnis zum BIP ging es von 65,3 auf 61,9 Prozent zurück.

In absoluten Zahlen stieg die Staatsverschuldung in den 19 Euroländern insgesamt allerdings um gut 100 Milliarden auf 9,930 Billionen Euro. Der Rückgang im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung liegt daran, dass das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone stärker gestiegen ist als die Verschuldung.

In den 28 Ländern der Europäischen Union war die Entwicklung ähnlich. Dort erhöhte sich die absolute Staatsverschuldung um etwa 137 Milliarden auf 12,789 Billionen Euro. Der Schuldenstand im Verhältnis zum BIP sank dagegen von 82,1 auf 80,4 Prozent.

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