Eurokurs fällt auf den tiefsten Stand seit April

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Die Schwäche des Euro lässt sich durch die Aussicht auf eine Zinswende in den Vereinigten Staaten erklären. Foto: Arne Dedert

Frankfurt/Main (dpa) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag auf den tiefsten Stand seit April gefallen. Eine entgegengesetzte Geldpolitik in den USA und der Eurozone drückt laut Experten auf den Eurokurs.

Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,0648 US-Dollar gehandelt. In der Nacht hatte der Euro noch knapp unter 1,07 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0670 (Montag: 1,0723) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9372 (0,9326) Euro.

Die in den USA leicht gestiegene Inflationsrate bewegte den Devisenmarkt kaum. Die Verbraucherpreise legten um 0,2 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat zu, nachdem sie im Vormonat noch stagniert hatten.

Die sehr niedrige Inflationsrate steht laut Ulrich Wortberg, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), der erwarteten Leitzinserhöhung im Dezember nicht entgegen. Schließlich liegt die Kerninflationsrate, die schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise nicht berücksichtigt, bei 1,9 Prozent.

Auf der anderen Seite dürfte die EZB ihre Geldpolitik im Dezember noch weiter lockern. EZB-Chefvolkswirt Peter Praet bekräftigte am Dienstag einmal mehr seine Sorgen über eine anhaltend niedrige Inflation sowie die Handlungsbereitschaft der EZB. "Es gibt Risiken, und das ist der Grund, warum wir weitere Schritte erwägen", so Praet. Ein niedriger Leitzins macht eine Währung für Anleger weniger attraktiv.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,70170 (0,70580) britische Pfund, 131,49 (132,01) japanische Yen und 1,0806 (1,0791) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 32 030,00 (32 260,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1079,20 (1084,75) Dollar gefixt.

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