Gespräche über Preiserhöhungen

Beliebte Produkte bei Edeka vor dem Aus - Riesen-Zoff mit Herstellern

Die Industrie fordert Preiserhöhungen, Edeka lehnt ab. Der Streit droht zu eskalieren. Beliebte Produkte könnten aus den Regalen des Discounters fliegen.

Hamm - Die Industrie reagiert auf steigende Rohwarenkosten, Inflation und gestörte Lieferketten. Bei den Jahresgesprächen mit Lebensmittelhändler Edeka werden zum Teil deutliche Preiserhöhungen gefordert. Edeka lehnt ab. Können sich die Parteien nicht einigen, drohen Lieferstopps. Produkte von Herstellern wie Dr. Oetker, Henkel oder Maggi könnten schlussendlich schlechter verfügbar sein oder ganz aus den Regalen im Supermarkt verschwinden. Edeka sieht sich derweil nach einem umsatzstarken Jahr in einer guten Verhandlungsposition.

Edeka-Gruppegenossenschaftlich organisierter kooperativer Unternehmensverbund
HauptsitzHamburg
Umsatz61 Milliarden Euro (2020)
Gründung1898
Anzahl Beschäftigte381.000 (2019)

Beliebte Produkte vor dem Aus - Edeka und Hersteller streiten über Preiserhöhungen

Wie die Lebensmittel Zeitung berichtet, wollen beispielsweise Dr. Oetker (9 Prozent) oder Henkel (12,5) Preiserhöhungen. Wagner, Maggi und Purina - eine Tochtergesellschaft von Nestlé - sollen ebenfalls Forderungen stellen.

Der Streit mit dem Saft-Hersteller Eckes-Granini soll bereits eskaliert sein. Beliebte Produkte wie Frucht-Tiger oder die Granini-Säfte sollen derzeit nicht an ihrem Platz in den Regalen zu finden sein. Zudem sollen auch Vitalkraft und Langnese-Honig den Lebensmittelhändler nicht mehr beliefern. Ein beliebtes Party-Getränk musste Edeka jetzt sogar zurückrufen - wenn auch aus einem anderen Grund.

Stern online berichtet, dass Eckes-Granini sich mit Rewe kurz nach den Preiserhöhungen bereits geeinigt hat. Beim Konkurrenten Edeka stehen die Kunden nicht vor leeren Regalen.

Beliebte Produkte vor dem Aus: Lieferstopp als Druckmittel

Dem Business Insider bestätigte Edeka, dass die marktbeherrschenden Hersteller verstärkt Preiserhöhungen fordern, „und als Druckmittel kommen teilweise auch Lieferstopps zum Einsatz“. Laut Edeka seien die Forderungen auch durch die gestiegenen Rohstoffpreise nicht nachzuvollziehen.

Im Streit mit diversen Herstellern sieht sich Edeka in einer guten Verhandlungsposition.

Markus Monsa, Edekas Vorstandschef, kündigte an, die Forderungen der Hersteller genau prüfen zu wollen. Edeka befindet sich während den Verhandlungen im Umbruch. Der Lebensmittelriese stellt seinen Einkauf neu auf.

Wer in Zeiten von der Corona-Pandemie im Supermärkten wie Edeka oder Rewe einkaufen will, muss einige Regeln beachten. Steigen die Corona-Fallzahlen, drohen wieder verschärfte Regeln - je nach Region.

Rubriklistenbild: © Paul Zinken/dpa

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