Commerzbank: Sondervergütungen trotz roter Zahlen

Frankfurt - Trotz roter Zahlen im ersten Halbjahr zahlt die Commerzbank Mitarbeitern eine Extraprämie für Mehrarbeit im Zuge der Dresdner Bank-Übernahme.

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Commerzbank will Staatsgarantien zurückgeben

Es handele sich dabei um pauschale leistungsbezogene Vergütungen, sagte ein Commerzbank-Sprecher am Freitag auf Anfrage. “Wir zahlen keine Boni“, die an das Erreichen bestimmter Ziele oder Abschlüsse gekoppelt seien. Die Commerzbank, die durch die Übernahme des Konkurrenten in Turbulenzen geraten war und Staatshilfe brauchte, hatte in der Vergangenheit betont, Bonuszahlungen würden für 2008 und 2009 nicht gewährt.

Nach Informationen der “Financial Times Deutschland“ wurde den Managern die Hälfte des Betrages gleich ausgezahlt. Der Rest sei ihnen für Dezember fest versprochen worden, schrieb das Blatt. In Finanzkreisen hieß es, die Zahlungen seien deutlich geringer als in der Vergangenheit. Der staatliche Rettungsfonds SoFFin erklärte auf Anfrage, zum 1.1.2010 werde die Commerzbank ein neues Vergütungssystem einführen. Die Übergangsregelung für 2009 einschließlich der pauschalen leistungsbezogenen Vergütungen sei aber ebenfalls mit dem SoFFin abgestimmt und trage dessen Grundsätzen Rechnung.

Vorstandsgehälter gedeckelt

Die Commerzbank war durch die Übernahme der Dresdner mitten in der Finanzkrise 2008 in Turbulenzen geraten. Der Bund kam mit insgesamt 18,2 Milliarden Euro zu Hilfe und ist mit 25 Prozent plus einer Aktie größter Anteilseigner der Privatbank.

Eine Konsequenz des Staatseinstiegs ist, dass die Vorstandsgehälter werden auf 500.000 Euro begrenzt werden, wie das Institut erklärt hatte. Die Commerzbank, die im ersten Halbjahr einen Milliardenverlust erwirtschaftete, hatte angekündigt, Garantien aus dem staatlichen Rettungsfonds in Höhe von 5 Milliarden Euro vorzeitig zurückzugegeben.

ap

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