Mehr Superreiche als in USA: China hat die meisten Milliardäre

Peking - China hat möglicherweise die meisten Dollar-Milliardäre weltweit. Bei der Vorlage der jährlichen Hunrun-Liste der reichsten Chinesen wurde ihre Zahl auf 400 bis 500 geschätzt.

Bei der Veröffentlichung der Hunrun-Liste am Donnerstag gab deren Herausgeber Rupert Hoogewerf die neue Zahl der Milliardäre bekannt. Damit hätte das Reich der Mitte inzwischen die USA überholt. “China hat heute vermutlich die höchste Zahl von Milliardären in der Welt“, sagte Hoogewerf. “Wir wissen dieses Jahr schon von 189 Milliardären in China, aber wir können mit Sicherheit sagen, dass uns mindestens die Hälfte wieder entwischt ist.“

In diesem Jahr stieg der Besitzer der chinesischen Getränke- und Lebensmittelfirma Wahaha zum reichsten Chinesen auf. Der 65-jährige Zong Qinghou hat ein Vermögen von 12 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 8,8 Milliarden Euro. Der Aufstieg erfolgte, nachdem sein Unternehmen einen langen Streit mit dem französischen Unternehmen Danone beigelegt hatte. Zong Qinghou hält mit seiner Frau und Tochter 60 Prozent an Wahaha. Er beschäftigt 30 000 Mitarbeiter und kann in diesem Jahr mit einem Gewinn von 1,5 Milliarden US-Dollar rechnen.

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Die Zahl der Chinesen mit einem Besitz von mindestens einer Milliarde Yuan, umgerechnet 110 Millionen Euro, stieg in einem Jahr um mehr als 300 auf 1363, heißt es in dem Bericht. Zweitreichster Chinese ist mit sechs Milliarden US-Dollar der Pharmazie-Magnat Li Li, dessen Unternehmen Hepalink im Mai an die Börse gegangen ist. Reichste Frau ist unverändert Zhang Yin. Sie ist mit Altpapiergeschäften reich geworden und steht auf Platz drei. Ihr Vermögen wurde auf 5,6 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Der bislang reichste Chinese Wang Chuanfu, Chef des Batterie- und Autounternehmens BYD, rutschte auf Platz zwölf. Er soll 5,6 Milliarden US-Dollar besitzen. Er kooperiert mit dem US-Investor Warren Buffett, der das Unternehmen diese Woche besucht hatte. Buffett nutzte seine China-Reise, um zusammen mit Microsoft-Gründer Bill Gates bei einem Abendessen am Mittwoch in Peking mit rund 50 superreichen Chinesen über Spendenfreudigkeit und wohltätige Aktivitäten zu diskutieren.

dpa

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