Brüderle kündigt Gründung von Rohstoffagentur an

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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP)

Berlin - Die Bundesregierung plant die Gründung einer “Deutschen Rohstoffagentur“. Damit soll vor allem dem Mittelstand der Zugang zu Rohstoffen erleichtert werden.

Das kündigte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Dienstag im Auswärtigen Amt in Berlin vor der Versammlung der deutschen Botschafter an. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften in Hannover bereite die Agentur derzeit intensiv vor, hieß es in seinem Redemanuskript. Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften und die verschiedene Ministerien müssten für eine gemeinsame Strategie an einem Strang ziehen, verlangte Brüderle.

Vor allem mittelständische Unternehmen würden leiden, wenn der Zugang zu Rohstoffen erschwert werde, fügte Brüderle hinzu. Auswärtiges Amt, Wirtschaftsministerium und Entwicklungshilfe-Ministerium würden dabei nun eng zusammenarbeiten. Ziel sei eine nachhaltige Rohstoffversorgung für die deutsche Wirtschaft.

Brüderle appellierte auch an die deutschen Botschafter, Geschäftspartnern deutscher Unternehmen die Einreise nicht unnötig zu erschweren. Bürokratische Verfahren an deutschen Botschaften und Konsulaten würden oftmals gerügt von ausländischen Geschäftsleuten.

Der Wirtschaftsminister wehrte sich auch gegen Vorwürfe aus Frankreich und den USA, Deutschland würde zu viel exportieren und zu wenig importieren. Deutschland sei auch Vizeweltmeister bei den Importen, ebenso wie bei den Exporten. Es habe zum Beispiel im ersten Halbjahr 18,9 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen aus Frankreich importiert als im Vorjahreszeitraum. “Ein brummender Konjunkturmotor Deutschland bringt den gesamten EU-Binnenmarkt voran“, sagte er.

dapd

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