Arbeitslosigkeit soll 2011 auf niedrigsten Stand seit 1992 sinken

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Die Zahl der Arbeitslosen wird laut einer aktuellen Studie bis 2011 weiter deutlich sinken.

Berlin - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wird nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 2011 auf den niedrigsten Stand seit 1992 fallen.

Die Experten gehen von durchschnittlich 2,96 Millionen Menschen ohne Job aus. Gleichzeitig würden 40,63 Millionen Menschen Arbeit haben und damit ebenfalls so viele wie nie zuvor im vereinten Deutschland, teilte das IAB am Donnerstag in Nürnberg mit.

Für das laufende Jahr erwarten die Forscher durchschnittlich 3,24 Millionen Arbeitslose. Bereits zur Jahresmitte hätten die Arbeitsmarktzahlen ungefähr wieder auf Vorkrisenniveau gelegen. Der wirtschaftliche Einbruch im vergangenen Jahr hbe sich weniger stark auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt als befürchtet, hieß es weiter.

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Zum einen sei in den krisengeschüttelten Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes weit weniger Beschäftigung abgebaut worden, als es dem Produktionseinbruch entsprochen hätte. Zum anderen habe der Beschäftigungsaufbau in den Dienstleistungsbereichen die Zahl der Entlassungen teils kompensiert. Flexible Arbeitszeitmodelle und Kurzarbeit seien intensiv genutzt worden. Einen positiven Beitrag hätten zudem die moderate Lohnentwicklung und die Hartz-Reformen geleistet, hieß es.

Den Forschern zufolge wird darüber hinaus das Angebot an Arbeitskräften in diesem Jahr um 90.000 und im kommenden Jahr um 120.000 Menschen abnehmen. “Kurzfristig kann der Angebotsrückgang den Arbeitsmarkt entlasten“, hieß es.

Sollte es wieder mehr Arbeitssuchende geben, müssten sich die Betriebe allerdings wieder stärker gegen Besetzungsschwierigkeiten wappnen, insbesondere in den sozialen und technischen Berufen. Die deutsche Wirtschaft wird aus Sicht der IAB-Experten in diesem Jahr preisbereinigt um 3 Prozent, im kommenden Jahr um 1,75 Prozent wachsen.

dapd

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