Verbraucherzentrale warnt

Giftige Zucchini aus dem eigenen Garten: Darauf sollten Hobbygärtner achten

Falsch angebaute Zucchini im heimischen Garten können zu massiven gesundheitlichen Problemen führen. Davor warnt die Verbraucherzentrale - und gibt Tipps.

Soest - Die beliebte grüne oder gelbe Zucchini findet sich in so einigen Gärten wieder. Die Saison ist bereits im vollen Gange. Doch um das leckere Gemüse unbedenklich essen zu können, sollten Hobbygärtner einiges beachten.

PflanzeZucchini
VitamineKalzium, Vitamin C, Eisen, Beta Karotin
ErnteIn Deutschland zwischen Juli und Oktober

Giftige Zucchini aus dem eigenen Garten: Darauf sollten Hobbygärtner achten

Bei falschem Anbau kann das schmackhafte Gemüse einen Giftstoff namens „Cucurbitacin“ bilden, warnt die Verbraucherzentrale. Durch den Verzehr der giftigen Zucchini können fiese Symptome auftreten.

Gelangen „Cucurbitacine“ in den Körper, können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe und Durchfall auftreten.  „In seltenen Fällen wurden Vergiftungen mit tödlichem Verlauf beschrieben“, teilt die Verbraucherzentrale mit. Im Jahr 2015 wurde beispielsweise der Tod eines Mannes an den Folgen einer Vergiftung nach dem Verzehr eines bitterschmeckenden Zucchini-Auflaufes dokumentiert.

Giftige Zucchini aus dem eigenen Garten: Darauf sollten Sie achten

In handelsüblichen Zucchini werde laut Verbraucherzentrale die Bildung des Giftstoffs gezielt durch Züchtung entfernt. Beim eigenen Anbau sollten Hobbygärtner jedoch aufpassen. Kreuzt sich das Saatgut der Zucchini beispielsweise mit dem Saatgut eines Zierkürbis, kann es ebenfalls zur Bildung des Giftstoffs „Cucurbitacine“ kommen.

Wer falsch angebaute Zucchini isst, könnte seine Gesundheit aufs Spiel setzen.

Auch bei Zucchini aus dem Supermarkt kann es zur Bildung des Giftstoffs kommen, wenn sie beispielsweise äußere Verletzungen aufweist oder Stress hat. Letztes ist der Fall, wenn das Gemüse durch Stresssituationen wie Transport und Lagerung den Giftstoff bildet.

Giftige Zucchini aus dem eigenen Garten: Darauf sollten Sie beim Verzehr achten

Auch Hitze ist ein wichtiger Faktor, der die Zucchini in eine Art Stresssituation bringen kann. Deshalb sollten Zucchini beim Anbau im eigenen Garten vor zu viel Hitze geschützt werden. Zudem sollte das Gemüse möglichst jung geerntet werden, denn je älter sie wird, umso mehr Giftstoffe bildet sie.

Um jegliche Gefahr zu vermeiden, sollten Hobbygärtner auf jeden Fall auf Samen aus kontrolliertem Anbau, also auf gekauften Samen, zurückgreifen. Zudem lässt sich der Giftstoff „Cucurbitacine“ vor der Zubereitung leicht herausschmecken. Schmeckt die Zucchini bitter, sollte sie nicht mehr gegessen werden. Die Zubereitung wie Kochen zerstört den Giftstoff nämlich nicht, warnt die Verbraucherzentrale.

Hilfreiche Tipps und Tricks zur Aussaat für Gemüse im eigenen Garten gibt es hier. Für viele Gartenbesitzer sind zudem Nager immer häufiger ein großes Problem: So können Obst und Gemüse vor Wühlmäusen geschützt werden.

Rubriklistenbild: © Christin Klose/dpa

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