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Winterreifen: Keine Frist, aber Faustregel - Ohne Wechsel droht Bußgeld

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Von: Erik Hlacer

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Bald sind Winterreifen nötig. Wer sich mit dem Reifenwechsel zu viel Zeit lässt, riskiert ein Bußgeld und einen Punkt. Das müssen Autofahrer wissen.

Hamm - Wer keine Ganzjahresreifen bzw. Allwetterreifen besitzt, fragt sich jedes Jahr aufs Neue, wann der richtige Zeitpunkt für einen Reifenwechsel gekommen ist. Noch sind die Temperaturen vergleichsweise mild, doch der Winter wird kommen, wie eine Wetter-Prognose zeigt. Und dann sollten Autofahrer bestenfalls schon gehandelt haben.

Winterreifen: Bei Reifenwechsel-Verzicht sind Bußgeld und Punkt in Flensburg möglich

Denn wer ungeachtet der winterlichen Straßenverhältnisse nach wie vor mit Sommerreifen fährt und dabei erwischt wird, muss sich auf einen Punkt bei der Straßenverkehrsbehörde in Flensburg gefasst machen. Zudem sieht der aktuelle Bußgeldkatalog eine Strafe von 60 Euro vor für das Fahren ohne Winterreifen, da Sommerreifen nicht den Wetterverhältnissen entsprechen und dies gefährlich werden kann.

Außerdem gilt: Wer andere behindert, zahlt 80 Euro, wer andere gefährdet muss sogar mit 100 Euro rechnen. Die logische Schlussfolgerung: Wer rechtzeitig einen Reifenwechsel vornimmt und auf Winterreifen setzt, der braucht sich darüber keine Gedanken machen.

Reifenwechsel: Von Sommer- auf Winterreifen - Der richtige Zeitpunkt

Zwar ist das Fahren mit Winterreifen ab einem gewissen Zeitpunkt verpflichtend sowie der Verstoß dagegen eine Ordnungswidrigkeit - allerdings gibt es keine Frist oder Deadline, bis wann der Reifenwechsel stattgefunden haben muss. Stattdessen gibt es zwei Faustregeln, die eine Orientierung für den richtigen Zeitpunkt ermöglichen.

Zum einen gibt es die sogenannte „O-bis-O-Regel“. Danach empfiehlt es sich von Oktober bis Ostern mit Winterreifen zu fahren - also ein gutes halbes Jahr. Hintergrund sind auch hier die Wetterverhältnisse. Nach Ostern kann man davon ausgehen, dass es vermutlich nicht mehr schneien wird. Im Oktober kann es bei kalten Temperaturen dagegen auch schon hin und wieder zu einer glatten Fahrbahn kommen. Dementsprechend sollten Autofahrer zeitnah handeln.

Ebenfalls orientieren können sich Autobesitzer an der 7-Grad-Regel. Viele Reifenhersteller legen diese Richtlinie nahe. Winterreifen sollen dann zum Einsatz kommen, wenn die Temperaturen unter die 7-Grad-Marke fallen. Denn dann kann es bereits zu Frost und Reifglätte auf der Fahrbahn kommen, was für Sommerreifen zu einer rutschigen Angelegenheit werden kann. Winterreifen garantieren dagegen mehr Halt.

Autofahrer müssen je nach Jahrgang ihren Führerschein umtauschen

Neben dem Reifenwechsel müssen Autofahrer auch andere Dinge beachten - zum Beispiel die Frage, wann es die Fahrerlaubnis zu tauschen gilt. Der Führerschein-Umtausch ist für zahlreiche Jahrgänge verbindlich und in diesem Fall gibt es sogar eine Frist.

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