Gesundheit, Wohnung, Auto und Handy

Winterwetter und Dauerfrost: Diese einfachen Tipps helfen bei Eis, Schnee und Kälte

Dauerfrost und Kälte wie im Gefrierschrank: Die Temperaturen in NRW bleiben im Minus. Diese Tipps helfen beim Alltag im Extremwetter.

Hamm - Erst brach der Winter über uns herein, jetzt wird der Schnee schockgefrostet: Der Dauerfrost beschert Nordrhein-Westfalen eine herrliche Winterlandschaft, doch der Alltag wird bei Temperaturen bis minus 16 Grad zur Herausforderung. Wer ohne Pannen durch die Tage mit Extremwetter kommen will, sollte diese Tipps für Gesundheit, Wohnung, Auto und Handy beherzigen.

FrostartTemperatur
leichter Frost−0,1 bis −5,0 Grad Celsius
mäßiger Frost−5,1 bis −10,0 Grad Celsius
strenger/starker Frost−10,1 bis −15,0 Grad Celsius
sehr strenger/starker Frostunter −15,0 Grad Celsius

Wetter in NRW: Schnee, Eis und Dauerfrost bringen den Alltag durcheinander

Gegen einen Wintereinbruch wie dem am Sonntag (7. Februar) kann sich niemand wehren. Eisregen und mehrere Zentimeter Schnee sorgen für Chaos auf den NRW-Straßen und im Bahnverkehr. Die Wetteraussichten geben wenig Anlass zu Hoffnung. Die Temperaturen sinken nachts in zweistellige Minusgrade ab und auch am Tag klettert das Thermometer nicht über den Nullpunkt.

Hinter einem querstehenden Lkw stecken zu bleiben ist Pech. Doch es gibt auch einige Dinge, die wir im Dauerfrost selbst unter Kontrolle haben.

Tipps für Dauerfrost und Eiswetter: Warm anziehen

  • Anziehen nach dem Zwiebelprinzip: Ziehen Sie im Winter nicht nur einen dicken Wollpullover an, sondern mehrere dünne Schichten übereinander. Dazwischen bilden sich Luftpolster, die die Kälte vom Körper fernhalten. Je weniger Kunstfaser dabei ist, desto besser. Merke auch: Lange Unterhosen sind nicht sexy, aber warm.
  • An den ungeschützten Ohren, an der Nase sowie an Fingern und Zehen können durch den Frost schnell Erfrierungen auftreten. Um Kältebrand vorzubeugen, empfehlen Experten Fäustlinge statt Fingerhandschuhen und für das Gesicht eine Skimaske, die Mund und Nase bedeckt.
  • Bei Frost Nicht zu enge Schuhe tragen, denn die behindern die Durchblutung.
  • Thermosocken schlagen bei kaltem Wetter Wollsocken. Die ideale Ergänzung sind Thermo-Schuheinlagen, etwa aus Filz und mit Aluminiumbeschichtung.
Heißer Tee ist gut bei Kälte.

Tipps für Dauerfrost und Eiswetter: Warm trinken, viel bewegen, kalt duschen

  • Finger weg von Kaltgetränken: Trinken Sie bei Kälte lieber Warmes. Gut ist Kräutertee, noch besser Ingwertee.
  • Gerade beim Warten im Freien wichtig: Bewegen Sie sich! Händereiben macht zwar die Hände warm, aber sonst nichts. Besser: Spannen Sie eine Muskelgruppe ein paar Sekunden lang stark an. Dann lassen Sie locker. Das machen Sie nacheinander vom Kopf bis hinunter in die Zehen. Wärmt und entspannt.
  • Für ganz Harte: morgens erst warm, dann kalt duschen. Das regt den Kreislauf an, wärmt langfristig und macht weniger anfällig für Erkältungen.

Tipps für Dauerfrost und Eiswetter: Wohnung richtig lüften

  • Im Winter gilt die Faustregel: Drei bis fünf Mal täglich für fünf bis zehn Minuten gründlich lüften. Weil die Zimmer nicht so stark auskühlen, lassen sich auf diese Weise sogar Heizkosten sparen.
  • Reißen Sie beim Lüften die Fenster auf. Der Luftaustausch erfolgt so wesentlich schneller und intensiver als bei gekippten Fenstern. Am besten funktioniert es mit Durchzug.
  • In den Schlafräumen sammelt sich über Nacht besonders viel Feuchtigkeit an. Vorm Schlafengehen ist es deshalb ratsam, die Fenster für einige Minuten zu öffnen. Direkt nach dem Aufstehen sollte man dann erneut stoßlüften.
Ein Eiskratzer gehört zur absoluten Basisausstattung, die Autofahrer im Winter dabei haben sollten.

Tipps für Dauerfrost und Eiswetter: Rund ums Auto

  • Damit Sie im Winter nicht vor zugefrorenen Autotüren stehen: Spezielle Pflege-Stifte auf Silikon oder -Hirschtalgbasis für die Gummidichtungen verringern die Gefahr, dass Türen und Heckklappe einfrieren.
  • Wer die Tür des Autos noch mit dem Schlüssel öffnet, sollte ein Enteisungsspray dabei haben. Nehmen Sie das Enteisungsspray immer mit. Ansonsten droht der Klassiker: Spray im Auto, Sie draußen.
  • Falls die Batterie in der Kälte streikt, hier ein kleiner Trick: Wärmflasche machen und für zehn Minuten auf die Batterie legen. Das hilft manchmal schon. Falls nicht, sollten Sie ein Überbrückungskabel dabei haben. Auch bei modernen Autos ist Starthilfe möglich.
  • Wenn der Motor nicht nach fünf Sekunden angesprungen ist, steigt der Verschleiß beim Anlasser stark an. Deshalb möglichst nie länger starten. Anschließend mindestens 30 Sekunden bis zum nächsten Startversuch warten. Sonst droht neben Verschleiß auch ein Schaden in der Abgasanlage.
  • Die Handbremse ist angefroren? Dann helfen Ihnen diese Tipps.
  • Achten Sie darauf, dass das Mischungsverhältnis im Scheibenwischwasser stimmt. Je kälter, desto größer muss der Anteil an Frostschutzmittel sein. Zur Not geht auch Spiritus. Allerdings ist Reinigungsleistung schlechter. Außerdem hinterlässt der Alkohol bei jedem Wischen einen Schleier auf der Windschutzscheibe.
  • Wer nicht kratzen will, sollte nach dem Parken eine Isofolie auf die Scheibe legen oder zumindest Wischer aufstellen, damit sie nicht anfrieren.
  • Und, ja doch: Auch bei Minusgraden dürfen Sie ihr Auto waschen. Sie sollten dabei aber einige Dinge beachten.

Naheliegend ist angesichts des Wintereinbruchs, einfach zu Hause zu bleiben. Doch was gilt für den Arbeitsweg, wenn Straßen sind nicht geräumt sind und Busse und Bahnen nicht fahren. „Muss ich bei Eis und Schnee zur Arbeit?“, fragen sich zahlreiche Menschen.

Technikfrust durch Frost: Wer nicht will, dass sein Smartphone so endet wie dieses, sollte es warm halten und Temperaturschwankungen vermeiden.

Tipps für Dauerfrost und Eiswetter: Handy warm halten

  • Setzen Sie ihr Handy keinen großen Temperaturunterschieden aus. Denn dabei kann sich im Gehäuse Kondenswasser bilden, das dem Handy schaden kann. Lassen Sie das Smartphone also zunächst mal in der Tasche, wenn Sie aus der Kälte wieder ins Warme kommen.
  • Setzen Sie Ihr Handy nicht längere Zeit ungeschützt der Kälte aus, lassen Sie es also auch nicht im Auto liegen. Tragen Sie es in einer Innentasche nah am Körper oder warm eingehüllt im Rucksack oder in der Umhängetasche.
  • Auch beim Aufladen sollten Sie darauf achten: Der Handy-Akku darf nicht zu kalt sein. Wärmen Sie Ihr Handy erst einmal auf Zimmertemperatur auf, dann kann der Akku mehr Strom speichern. Vorsicht: Versuchen Sie nicht, das Ganze mit dem Föhn oder der Heizung zu beschleunigen.
  • Sie müssen dringend telefonieren, aber der Akku ist schon im Kälteschlaf? Manchmal hilft es, das Handy für kurze Zeit am Körper zu wärmen.

Rubriklistenbild: © dpa

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