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Wäsche trocknen im Winter auch ohne Trockner möglich - so funktioniert es

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Von: Hannah Decke

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Energiesparen ist derzeit wichtiger denn je. Eine Möglichkeit: Der Trockner bleibt aus. Wie Sie die Wäsche auch im Winter ohne Maschine schnell trocknen.

Hamm - Wäscheständer oder Trockner? In der kalten Jahreszeit entscheiden sich viele Menschen für Letzteres. Klar, draußen herrschen Minusgrade, und feuchte Wäsche in der Wohnung erhöht die Schimmelgefahr. In der aktuell herrschenden Energiekrise wollen viele Menschen aber Strom sparen. Wie trocknet man seine Wäsche im Winter ohne Trockner?

Die Antwort dürfte den ein oder anderen überraschen: Wäschen kann man auch im Winter draußen trocknen lassen — und das funktioniert laut Experten sogar besonders gut. Dazu kostet es kein Geld und verhindert, dass sich zu viel Luftfeuchtigkeit in der Wohnung oder im Haus bildet.

Wäsche trocknen im Winter auch ohne Trockner möglich - so geht‘s

Wäsche bei Minusgraden draußen aufhängen? Das wird vielen Menschen merkwürdig vorkommen. Aber laut dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) lässt das Zusammenspiel von Minusgraden, niedriger Luftfeuchtigkeit und leichtem Wind die Wäsche besonders gut trocknen.

Und das funktioniert so: Die Wäsche wird an der kalten Luft erst einmal hart. Der feuchte Stoff gefriert. Das gefrorene Wasser verdampft aber nach einiger Zeit aus dem Stoff. Und zwar ohne diesen wieder anzufeuchten. Weil die Textilien dann trocken sind, sind sie auch nicht länger hart.

Man sollte aber vorsichtig sein. Denn die harte Wäsche kann leicht brechen, wenn man sie zu früh wieder abhängt. Sie sollte erst von der Wäscheleine genommen werden, wenn der Stoff wirklich trocken und weich ist. Außerdem sollten sich die einzelnen Stücke am besten nicht berühren, rät der IKW. Und der Wind sollte sie nicht gegen Wände oder Geländer stoßen können.

Wäsche trocknen im Winter ohne Trockner — sparen Sie 150 Euro im Jahr

Die Wäsche im Freien trocknen zu lassen, spart viel Geld. Wichtig hierbei ist, dass es draußen passiert. Denn auch das Trocknen von Kleidung, Bettwäsche und Co. in der Wohnung kostet Energie und somit Geld.

„In einem beheizten Raum wird vergleichsweise viel Energie zum Trocknen verbraucht, weil die für das Trocknen benötigte Energie durch die Heizung geliefert werden muss“, erklären die Experten vom IKW. Außerdem entstehe feuchte Luft, die durch Lüften wieder herausgelassen werden muss. Im Endeffekt müsse dadurch mehr geheizt werden. Das spricht zusätzlich zum Schimmelrisiko gegen das Trocknen der Wäsche in Innenräumen.

Deshalb raten die Experten zum Wäsche trocknen im Freien. Der IKW geht von einer Ersparnis von rund 150 Euro pro Jahr aus, wenn ein Vier-Personen-Haushalt die Hälfte der anfallenden Wäsche im Freien trocknet.

Auch beim Wäschetrockner lässt sich Energie sparen, wenn man einige Tipps befolgt. Die Energiepreise steigen zwar, dank der geplanten Strompreisbremse greift der Staat den Menschen aber etwas unter die Arme.

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