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Neuerung bei Barmer Krankenkasse - Millionen Versicherte betroffen

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Von: Marcel Guboff

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Versicherten der Barmer steht eine wichtige Neuerung bevor. Die Änderung bei der Krankenkasse betrifft die Gesundheitskarte und somit Millionen Kunden. 

Hamm - Auf die rund 8,7 Millionen Versicherte der Barmer Krankenkasse kommen Neuerungen zu. So sollen Kunden die Möglichkeit haben, ihre Versicherkarte auf das Smartphone zu bringen. Mit dem aufwendigen Digitalprojekt wurden T-Systems und der ID-Dienstleister Verimi beauftragt, wie die Unternehmen in Berlin mitteilten. Zum Auftragsvolumen machten die Beteiligten keine Angaben. Der Vertrag hat eine Gültigkeit von sieben Jahren.

KrankenkasseBarmer
Gründung1. Januar 2010
VorstandChristoph Straub (Vorsitzender)

Barmer mit Änderung: 8,7 Millionen Versicherte betroffen

„Digitale Identitäten werden vieles vereinfachen und sicherer machen“, sagte eine Sprecherin der Barmer, der zweitgrößten Krankenkasse in Deutschland. Die Versicherten sollen zum einen rund um die Uhr erreichbaren und gleichzeitig sicheren Zugang zu den digitalen Diensten der Kasse erhalten. Dies sei über eine Smartphone-App möglich, aber auch über eine geschützte Website. Auf diesem Weg könnten die Versicherten auch auf ihre elektronischen Patientenakte zugreifen.

Die Smartphone-App soll die herkömmliche Versichertenkarte auf diese Art entbehrlich machen - auch in den Arztpraxen und bei anderen Leistungserbringern. „Die Digitale Identität wird auf dem Smartphone in einer digitalen ID-Wallet, also in einer elektronischen Brieftasche, gespeichert“, sagte die Sprecherin.

Verimi ID-Wallet kommt dabei als digitaler Aufbewahrungsort der digitalen Gesundheitskarte zum Einsatz. Sie wurde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik als sicheres Verfahren genehmigt. T-Systems betreibt dann den Dienst in der Cloud.

Krankenkassen ab 2023 zu digitalen Lösungen verpflichtet

Die Schaffung einer digitalen Identität für Krankenversicherte ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Grundlage ist das Digitale-Versorgungs-und-Pflege-Modernisierungsgesetz (DVPMG), das im vergangenen Jahr in Kraft getreten ist. Alle Krankenkassen müssen ihren Mitgliedern ab 2023 eine sichere digitale Lösung anbieten, die gleichberechtigt und ergänzend zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK) funktioniert.

Nach dieser gesetzlichen Vorgabe soll das Programm dann auch bei der Barmer starten. Die Krankenkasse sei dann auch darauf vorbereitet, dass es zu diesem Zeitpunkt entsprechend nutzbar sei, sagte die Sprecherin dem Spiegel. Der Einführungstermin könne sich aber aufgrund von Verzögerungen bei der Gematik - im Gesundheitswesen eine für technische Projekte zuständigen Gesellschaft - noch verschieben. Zum Bedauern der Barmer, „denn die digitale Identität bedeutet für unsere Versicherten einen Gewinn“, sagte die Sprecherin dem Magazin.

Verimi und T-Systems erklärten, die vorgestellte Lösung sei so konzipiert, dass auch weitere gesetzliche wie private Krankenkassen die Komponenten als Grundlage ihres Angebotes nutzen könnten.

Zuletzt gab es derweil keine gute Nachrichten für alle Versicherte, denn 2023 steigt der Krankenkassen-Zusatzbeitrag. Ein Kassen-Chef erwartet danach sogar eine „noch stärkere Erhöhung“. (mit dpa)

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