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Verbandskasten: Maske ist Pflicht - zwei Dinge bleiben aber jetzt draußen

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Haben Sie zwei Corona-Masken in Ihrem Verbandskasten verstaut? Gut. Aber es gibt noch weitere Änderungen. Die gelten bereits - aber Sie haben eine Gnadenfrist.  

Hamm - Ein Verbandskasten gehört nicht nur in jedes Auto, sondern auch in jeden Bus und jeden Lkw. Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass die DIN-Norm für die kleinen Erste-Hilfe-Kästen verändert werden soll. Seit dem 1. Februar 2022 sind die modifizierten Vorschriften in Kraft. Es besteht seitdem die Pflicht, zwei medizinische Gesichtsmasken - wie sie bereits in der Corona-Pandemie gang und gäbe sind - mitzuführen. Es gibt zwei weitere Änderungen. Aber: Sie haben aber noch eine Galgenfrist.

Verbandskasten: Maskenpflicht seit Februar - zwei Dinge bleiben draußen

Mithilfe Analysen von Unfällen aus der gesetzlichen Unfallversicherung wurden die neuen Vorgaben (DIN-Norm 13164) für den KFZ-Verbandskasten - gerne auch Verbandkasten - erarbeitet. Darüber hinaus haben die Experten Erfahrungen aus der Notfallmedizin und der aktuellen Pandemie berücksichtigt. Aus Letzterem ergibt sich die Aufnahme von zwei medizinischen Gesichtsmasken.

Der ADAC kritisiert die Neuerung: „Regelungen finden dann Akzeptanz der Menschen, wenn sie nachvollziehbar sind und der Regelungsbedarf erkennbar ist“, sagte eine Sprecherin. Während der Pandemie werde die Maske notwendigerweise von den Menschen mitgeführt, weil sie diese spätestens beim Tanken oder beim Einkaufen benötigen. Nach Bewältigung der Pandemie erschließe sich der Sinn dagegen kaum. Anders sieht das Dr. Christina Ziegenberg, stellvertretende Geschäftsführerin des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed). „Aus Erfahrung ist bekannt, dass das Tragen von Masken die Hemmschwelle bei der Hilfestellung senkt, ähnlich wie bei den Handschuhen. Es geht dabei um den wechselseitigen Schutz des Unfallopfers und des Ersthelfers“, erklärte sie der ÄrzteZeitung.

Normänderung für den Verbandskasten: Galgenfrist bis Februar 2023

Anders als zuvor vorgeschlagen sind FFP2-Masken aber keine Pflicht, es reichen die typischen OP-Masken (Typ I nach DIN EN 14683).

Wer noch keine medizinischen Masken im Verbandskasten verstaut hat, der hat noch einige Monate Zeit. Zwar gilt die neue Norm bereits seit Februar, allerdings gibt es eine Galgenfrist. Ab dem 1. Februar 2023 droht schließlich ein Bußgeld, wenn bis dahin der Verbandskasten nicht mit den Masken ausgestattet wurde. Bis dahin dürfen die bislang DIN-konformen Verbandskästen noch erworben und im Fahrzeug mitgeführt werden. Laut Bundesministerium für Digitales und Verkehr muss in der Zwischenzeit nicht nachgerüstet werden.

Opel
Haben Sie Ihren Verbandskasten schon umgepackt? Sie können problemlos Platz für die beiden Masken schaffen, denn zwei Dinge können entfernt werden. © Federico Gambarini/dpa

Wenn bei einer Verkehrskontrolle der Inhalt des Verbandskastens beanstandet wird, kostet das in der Regel zwischen 5 und 10 Euro Verwarngeld.

Verbandskasten: Darauf können Sie in Zukunft verzichten

Auf zwei Dinge können Sie in Zukunft verzichten:

Verbandskasten: Das gehört jetzt alles rein

Durch die Änderungen müssen Sie Ihren Verbandskasten spätestens ab dem 1. Februar 2023 wie folgt zusammenstellen:

Die Bundesregierung in Berlin hat ein Entlastungspaket geschnürt, das die hohen Energiepreise abfedern soll. Auch Autofahrer sollen entlastet werden, mit einem Tankrabatt für Diesel und Benzin. Wie lange sind herkömmliche Antriebe noch attraktiv? Forscher aus Deutschland haben eine Alternative geschaffen. Ein Hybrid-Wasserstoff-Auto soll 1.000 km schaffen können und das emissionsfreie Fahren revolutionieren. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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