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Tomatenmark im Test: Gift in Markenprodukten - Sieger im Discounter

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Von: Sven Schneider

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Beim Kauf von Tomatenmark sollten Verbraucher auf den Hersteller achten. Manche Markenprodukte sind giftig. Den Testsieger gibt es im Discounter.

Hamm - Wer sein Gericht noch etwas verfeinern will, der greift oftmals zum beliebten Tomatenmark. Das Verbraucherportal Öko-Test hat nun 20 Produkte geprüft und ist zu einem überraschenden und zugleich beunruhigenden Ergebnis gekommen. Jedes zweite Produkt ist mit Schimmelpilzgiften belastet. Ausgerechnet viele Markenprodukte schneiden beim Test besonders schlecht ab. Der Sieger hingegen kommt von einem Discounter.

Tomatenmark: Viele Markenprodukte sind giftig - Testsieger ist vom Discounter

Tomatenmark wird oftmals als Aromageber und Geschmacksverstärker verwendet. Doch sollten Verbraucher künftig genau darauf achten, zu welchem Produkt sie im Regal beim Einkaufen greifen. Das Problem: Laut Öko-Test ist fast jedes zweite Tomatenmark mit Schimmelpilzgiften und Pestiziden belastet. Die Alternariatoxine, die in zahlreichen Produkten gefunden wurden, sind das produzierte Gift des Schwärzepilzes.

In eben jenen enthalten sind Alternariol und Tenuazonsäure. Die beiden bedenklichen Gifte wirken laut einer Studie erbgutschädigend und hemmen die Produktion körpereigener Proteine. Aktuell gibt es in der Lebensmittelherstellung noch keinen Grenzwert. Die EU-Kommission plant aktuell zumindest Richtwerte für Unternehmen. Verbraucher, die Tomatenmark nicht selber herstellen wollen, scheinen beinahe machtlos. Aber: Die genaue Blick auf das Produkt kann helfen.

Denn: Nicht alle der 20 getesteten Produkte schnitten schlecht ab. So erhielten vier Bio-Produkte die Note „sehr gut“. Das Basic Tomatenmark, das Campo Verde Tomatenmark, das Bio Tomatenmark von Edeka sowie das Eden Tomatenmark von Heirler aus dem Reformhaus enthalten keine Schadstoffe. Zudem muss nicht günstig immer schlecht sein.

Produkt von Discounter wird Testsieger - Tomatenmark muss nicht teuer sein

Der Gang zum Netto, Aldi oder Rewe lohnt sich beim Kauf von Tomatenmark. Das Cucina Tomatenmark, das Ja! Tomatenmark und das Mondo Italiano Tomatenmark gehen als Testsieger hervor ebenfalls mit der Note „sehr gut“. Alle genannten Produkte können bedenkenlos gekauft werden. Wer sparen will, der greift zum Tomatenmark beim Discounter. Der kostet lediglich 59 Cent pro 200 Milliliter, während die Bio-Produkte oftmals die Ein-Euro-Grenze überschreiten.

Verbraucher sollten bei ihrer Ernährung hingegen die Finger weg lassen von dem Tomatenmark von Alnatura, dem dm-Bio-Tomatenmark und das Ener Bio-Tomatenmark von Rossmann. Alle drei Produkte schlossen mit der Note „mangelhaft“ ab, zumal der Anteil der gefundenen Schimmelpilzgifte die geplanten Richtwerte um ein vielfaches überschritten. Pestizide wurden nicht gefunden. Klarer Verlierer wurde das Markenprodukt von Cirio, das nicht nur erhöhte Schimmelpilzwerte, sondern auch Spuren des bedenklichen Pestizids Dimethomorph aufweist.

Zahlreiche Tomatenmarkdosen aus verschiedenen Ländern stehen in einem Regal
Zahlreiche Tomatenmarkdosen aus verschiedenen Ländern stehen in einem Regal © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Tomaten sind derweil mitunter recht teuer. Der Discounter-Riese Aldi muss sich diesbezüglich stets mit Beschwerden seiner Kunden auseinandersetzen, berichtet HEIDELBERG24.

Ein Hersteller hat auf die skurrile Idee auf Twitter reagiert und nun eine ganz spezielle Pizza mit Fischstäbchen auf den Markt gebracht. Die Reaktionen im Netz ließen ebenso wenig auf sich warten wie auf das Kaugummi, das vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen soll. Doch ein Experte ist skeptisch. *HEIDELBERG24 ist wie wa.de ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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