Testergebnisse überraschen

Öko-Test nimmt Rasierschaum unter die Lupe - Der Test zeigt: Eine Marke kann Fortpflanzung schädigen

Öko-Test hat Rasierschaum unter die Lupe genommen. Eine beliebte Marke war dabei auffällig schlecht. 
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Öko-Test hat Rasierschaum unter die Lupe genommen. Zwei beliebte Marken fielen durch.

Test von Rasierschaum: Pflegeprodukte sind nicht aufgrund der Inhaltsstoffe nicht immer unbedenklich. Öko-Test hat nun einige Produkte untersucht. Die Ergebnisse überraschen.

  • Rund die Hälfte der Männer in Deutschland nutzen ein Rasiermittel
  • Das Verbrauchermagazin Öko-Test* hat einige Produkte untersucht
  • Bedenkliche Inhaltsstoffe sind häufig in Schaum und Gel enthalten

Kassel - Schnell ist die Haut nach dem Rasieren irritiert und oft ist der falsche Rasierschaum der Grund. Besonders bei empfindlicher Haut ist es daher wichtig, den richtigen Schaum oder das richtige Gel zu wählen. Öko-Test hat nun einige Sorten genauer unter die Lupe genommen.

Test: Mit Gel oder Schaum rasieren? Öko-Test untersucht mehrere Produkte

Laut der Verbrauchs- und Medienanalyse VuMA 2019, rasieren sich 41,1 Prozent aller Männer in Deutschland nass. Die meisten davon nutzen Rasierschaum, lediglich 15,7 Prozent hingegen greifen zu Rasiergel. Öko-Test hat sich beide Produktgruppen angeschaut.

Welches Produkt sollte der Mann eher nutzen, Rasierschaum oder doch Rasiergel? Die Antwort, so der Test, sei recht simpel: Es ist Geschmackssache. Denn Produkte, die mit „sehr gut“ bewertet wurden, gibt es in beiden Kategorien. Doch unabhängig davon, welche Textur Mann oder Frau beim Rasieren besser gefällt, gibt es auch viele andere Aspekte, auf die beim Einkauf geachtet werden sollte.

Öko-Test: Vorsicht beim Rasieren! Test zeigt - Inhaltsstoffe können der Haut schaden

Kritisch beäugen sollte man natürlich immer die Inhaltsstoffe der Produkte. Am häufigsten bemängelt Öko-Test etwa sogenannte PEG-Verbindungen. Polyethylenglycol (PEG) macht die Haut durchlässiger für Schad- und Fremdstoffe und sorgt dafür, dass die ohnehin schon von der Rasur strapazierte Haut nur noch anfälliger wird.

Immerhin erfolgt eine Nassrasur bei geöffneten Poren und wirkt dabei wie ein Peeling, so das Verbrauchermagazin. Steht nach dem Rasieren dann noch eine Nachbehandlung mit Aftershave an, welches ebenfalls Schadstoffe beinhalten kann und häufig stark parfürmiert ist, setzt dies der Haut ordentlich zu. Daher wäre es wünschenswert, wenn zumindest der Rasierschaum oder das Rasiergel ohne Problemstoffe auskommen würde.

Test: Produktwahl beim Rasieren - Markenprodukte fallen durch

Die zwei am schlechtesten bewerteten Produkte im Test, ein Rasierschaum und ein Rasiergel, enthalten den Duftstoff Lilial. In der Vergangenheit hat sich dieser Stoff bei Tierversuchen allerdings als fortpflanzungsschädigend erwiesen und gilt daher als problematisch. Darüber hinaus steckt in den beiden Produkten der künstliche Moschusduft Galaxolid (HHCB), welches sich im menschlichen Fettgewebe anreichert und negativ auf die Gesundheit ausüben kann.

Öko-Test stellt die Frage, warum im Rasierschaum und Rasiergel überhaupt Parfüm enthalten sein müsse, da nach dem Rasieren ja ohnehin oft noch ein Aftershave samt Duftnote aufgetragen wird. Bei den beiden Verlierer-Produkten im Test handelt es sich überraschenderweise um zwei Markenprodukte, welche beide die Note „ungenügend“ erhalten:

  • Palmolive Men Classic
  • Wilkinson Sword Protect Gel sensitive

Rasieren: Inhaltsstoff könnte laut Öko-Test umweltschädigend sein

Ein häufiger Inhaltsstoff, der ebenfalls von Öko-Test hinterfragt wird, sind Polymere. Diese werden im Rasierschaum verwendet, um die Haut vor Verletzungen durch die Rasierklinge zu schützen. Zwar gleitet die Klinge durch die Polymere tatsächlich besser, jedoch sind die Auswirkung des Stoffes auf die Umwelt dagegen noch kaum erforscht.

Das Verbrauchermagazin sieht die Verwendung von Polymere als verantwortungslos an, da es nach dem Rasieren über Abwässer in die Umwelt gelangen kann. Auch der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) teilt diese Ansicht.

Öko-Test nimmt Rasierschaum unter die Lupe - Aber: Achtung! Eine Marke kann die Fortpflanzung schädigen.

Öko-Test gibt Tipps für die Bartpflege: So kann man sich gesund rasieren

Auch wenn sich beim Rasieren schnell Fehler einschleichen, ist die Bartpflege kein Hexenwerk. Für eine erfolgreiche und gesunde Rasur hat Öko-Test folgende Tipps parat:

  • Rasiermittel am besten ein bis zwei Minuten einwirken lassen, da das Barthaar so noch weicher wird
  • Ein Schärfegerät kann die Lebenszeit einer Klinge vervierfachen
  • Empfindliche Hauttypen sollten zu Produkten greifen, die ohne Parfüm auskommen

Auch Mineralwasser wurde von Öko-Test auf die Probe gestellt, ein Hersteller reagierte auf die Kritik. Als Öko-Test viele Nudel-Pestos untersuchte, wurden sogar Pestizide entdeckt. Hier fielen ebenfalls beliebte Marken durch. Öko-Test hat 20 Recycling-Toilettenpapiere auf die Probe gestellt. Entdeckt wurden dabei Chemikalien, die die Umwelt belasten können. Außerdem gab es gleich mehrere Testsieger. (Nail Akkoyun) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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