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Tankrabatt endet: Darauf müssen sich Autofahrer künftig an der Zapfsäule einstellen

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Von: Katharina Bellgardt

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Das Ende des Tankrabatts in Deutschland steht bevor. Aber was kommt im September auf Autofahrer zu? Über eine mögliche Zukunft an der Zapfsäule.

Hamm - Er ist heiß umstritten: Der Tankrabatt in Deutschland soll Autofahrer an der Tankstelle entlasten. Die Preise für Benzin und Diesel stiegen durch Ukraine-Krieg, Corona-Pandemie und die Rohöl-Preise. Die Bundesregierung versuchte die hohen Spritpreise mit dem Tankrabatt für drei Monate zu senken. Doch was kommt nach dem Rabatt?

Tankrabatt vor dem Ende: Das erwartet Autofahrer jetzt an der Zapfsäule

Mit dem Tankrabatt hatte die Bundesregierung gehofft, dass Benzin pro Liter um 29,55 Cent günstiger wird, der Preis von Diesel sollte um 14,04 Cent reduziert werden. Die Energiesteuer sollte Sprit im Juni, Juli und August auf das EU-weite Mindestniveau senken, indem der Steuersatz reduziert wurde, hinzu kommen Ersparnisse bei der Mehrwertsteuer.

Die Energiesteuer wurde so gesenkt:

Ob der Tankrabatt wirklich die Erfolge an den Zapfsäulen erzielte, die sich die Bundesregierung von ihm versprach, ist unklar. Der ADAC urteilt hart: „Die Preise sind nach wie vor stark überhöht“, sagt der ADAC-Spritpreis-Experte Christian Laberer. Denn die Senkungen kommen so nicht bei den Autofahrern an. „Das Kartellamt muss als neutrale Stelle feststellen, dass der Rabatt nicht ankommt, und die Politik sollte handeln. Denn im Moment fördert der Steuerzahler die Gewinne der Mineralölindustrie, die die Krisensituation offenbar auf Kosten der Verbraucher zur Gewinnmaximierung nutzt.“

Ende des Tankrabatts: Wie teuer werden Benzin und Diesel im September?

Die Preise für jeden Liter Super und Diesel waren auch zu Beginn des Tankrabatts hoch. Werden Autofahrer ab dem 1. September noch deutlich höhere Preise zahlen müssen?

Mit teureren Kraftstoffen an den Tankstellen rechnen fast alle Medien - und zwar bereits in der letzten August-Woche. Focus Online bringt drei möglich Szenarien ins Spiel:

Die aktuellen Ölpreise liegen aktuell auf dem Niveau, dass sie vor dem Ukraine-Krieg hatten. Doch wie viel davon an die Autofahrer weitergegeben wird, ist noch unklar. Bisher war die Wechselwirkung zwischen Rohölpreis und Tankrabatt nicht erfolgreich - ob die Mineralölkonzerne die gesenkten Preise an die Verbraucher weitergeben, wird sich zeigen.

Focus Online wagt die Prognose, dass eine Explosion der Spritpreise unwahrscheinlich ist. Ein Blick auf die Zahlen bestätigt die Einschätzung: Zur Hochzeit im Ukraine-Krieg lag der Rohölpreis für ein Barrel noch bei 139 Dollar. Seit August 2022 ist er unter die 100-Dollar-Marke gefallen.

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