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Supermärkte könnten mit dreister Masche jedes Jahr Millionen verdienen

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Beim Einkaufen ist Vorsicht geboten: Es gibt oftmals einen Unterschied zwischen Preisschild und Abrechnung
Beim Einkaufen ist Vorsicht geboten: Es gibt oftmals einen Unterschied zwischen Preisschild und Abrechnung. © Sven Simon/Imago

Eine Verbraucherzentrale bekommt Hinweise, dass Supermärkte ihre Kunden mit einer dreisten Masche um Geld prellen. Worum geht es dabei?

München - Während deutsche Verbraucher angesichts der Energiekrise beim Bezahlen diverser Produkte tiefer in die Tasche greifen, hat die Berliner Verbraucherzentrale eine Warnung veröffentlicht, die es in sich hat: Füllen sich Supermärkte und weitere Unternehmen des Einzelhandels mit einer perfiden Masche die Taschen?

Vermehrt seien zuletzt Hinweise eingegangen, dass beim Einkaufen zwischen dem Preisschild und der Abrechnung auf dem Kassenbon ein Unterschied bestehen würde. So habe sich beim Blick auf den Kassenzettel gezeigt, dass für bestimmte Produkte letztlich mehr Geld vereinnahmt wurde, als kommuniziert, wie Merkur.de berichtet. Zunächst berichtete der BusinessInsider darüber.

Kassenbon-Schwindel in Supermärkten? Viele Verbraucher werfen Zettel weg

Viele Kunden und Kundinnen machen sich beim Bezahlen an der Kasse jedoch nicht die Mühe und kontrollieren den Bon - was dazu führt, dass Supermärkte mutmaßlich fortlaufend Geld vereinnahmen, das ihnen eigentlich gar nicht zusteht. „Im besten Fall kontrollieren Sie beim Scannen der Artikel direkt den Preis. Wenn das nicht möglich ist, weil Sie mit dem Einpacken beschäftigt sind, sollte direkt im Laden der Kassenbon überprüft und auf das Problem aufmerksam gemacht werden“, rät die Verbraucherzentrale.

Wenngleich derartige Beobachtungen vermehrt im Berliner Umfeld gemacht wurden: Zweifellos dürfte dieses Phänomen deutschlandweit immer wieder mal vorkommen - die Frage ist lediglich, in welcher Häufigkeit und ob das womöglich mit Absicht geschieht. Sollte an den Supermarktkassen der Republik schließlich auch nur jeder fünfte Einkauf mit einer fehlerhaften Preisauszeichnung zugunsten der Unternehmen stattfinden, winken über das Jahr verteilt Einnahmen in Millionenhöhe.

Jedoch gibt es mehrere Gründe, warum nach dem Einkaufen der Kassenbon kontrolliert werden sollte.

Supermärkte mit perfider Masche? Unterschiede zwischen Preisschild und Kassenbon

Dazu erklärt die Verbraucherzentrale Berlin: „Natürlich kann es einmal dazu kommen, dass das Preisschild am Regal etwas zu spät gewechselt wird, aber das darf nicht die Regel sein.“ Außerdem würde eine vorsätzlich falsche Preisauszeichnung gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen und demzufolge als Ordnungswidrigkeit behandelt.

Supermärkte, Discounter und andere Handelsunternehmen sind zur korrekten Auszeichnung der Preise verpflichtet und machen sich strafbar, wenn dies nicht geschieht. Welche Möglichkeiten haben Kunden, wenn sie einem Kassenbon-Schwindel auf der Spur sind? Ansprechpartner sind die regional zuständigen Ordnungsämter oder eben auch die Verbraucherzentralen. (PF)

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