Rechtsstreit in den USA

Schwere Vorwürfe gegen Fast-Food-Gigant: Ist Fisch kein echter Fisch?

Subway gehört neben Mc Donald‘s, Burger King und Kentucky Fried Chicken zu den großen Fast-Food-Ketten der Welt. Jetzt gibt es harte Vorwürfe gegen ein Produkt.

Hamm - Subway ist zwar eine Fast-Food-Kette, das Essen ist aber gefühlt deutlicher gesünder als bei anderen Ketten wie Mc Donald‘s, Burger King und Kentucky Fried Chicken. Kunden mögen die Aktionen mit Coupons, lieben die Cookies und vor allem das frische Gemüse und der frische Salat auf den Sandwiches. Jetzt gibt es böse Vorwürfe in den USA gegen Subway. Es geht um das Sandwich Tuna und den Thunfisch.

UnternehmenSubway
Umsatz10,4 Milliarden US-Dollar
Gründung28. August 1965 in den USA
HauptsitzMilford (Connecticut, USA)

Subway: Streit in den USA um das Tuna-Sandwich mit Thunfisch

Subway betreibt 40.000 Restaurants weltweit. Genauer gesagt sind es Franchise-Nehmer, die unter dem Markennamen Subway Sandwiches anbieten dürfen. Das ist ein ähnliches Konzept wie zum Beispiel bei Mc Donald‘s. Kunden können sich für ihr Sandwich verschiedene Brotsorten und Belage aussuchen. Am Ende kommt viel Salat und Gemüse auf das Sandwich. Oft locken Coupons die Kunden zu Subway, beispielsweise mit einem Gutschein für einen geschenkten Cookie. Alternativ können sich Kunden auch Wraps belegen lassen.

Doch nun gibt es in den USA einen bösen Rechtsstreit für Subway. Genau gesagt geht es um das Sandwich Tuna. Hier wird Thunfisch in Form einer Paste auf das Sandwich geschmiert. Der schwere Vorwurf: Das Tuna-Sandwich enthält gar keinen Thunfisch. Und das, wo Tuna eine der beliebtesten Geschmacksrichtungen bei Subway ist.

Subway: Kein echter Fisch auf Tuna-Sandwich?

Wie die amerikanische Zeitung Washington Post berichtet, wurden bei Restaurants von Subway in Kalifornien mehrere Proben genommen. Diese Proben seien anschließend im Labor untersucht worden. Nun gibt es eine Klage gegen Subway. Der Vorwurf: In der Thunfisch-Masse auf dem Tuna-Sandwich sei noch nicht einmal irgendeine Art von Fisch. Die Paste, so heißt es weiter, würde nur den Geschmack von Thunfisch erzeugen.

Selbstverständlich wehrt sich Subway gegen diesen Vorwurf. Natürlich enthalte das Tuna-Sandwich echten Thunfisch, wird ein Sprecher von Subway in der Washington Post zitiert. Der Thunfisch sei sogar „wild“ gefangen und stamme nicht aus einer Fisch-Aufzucht.

Bei Subway können sich Kunden Sandwiches mit Wunschzutaten frisch belegen lassen. Streit gibt es in den USA nun um das Tuna-Sandwich mit Thunfisch.

Was heißt das für Subway-Kunden in Deutschland? Erst einmal gar nichts. Da in Deutschland ganz andere Lebensmittelverordnungen als in den USA gelten, werden die Tuna-Rezepturen in den beiden Ländern komplett unterschiedlich sein. Auch ist noch völlig unklar, wie der Rechtsstreit in den USA ausgehen wird. Die Kläger werfen Subway unter anderem Betrug vor. Für Subway ist dieser Prozess nicht unproblematisch. Denn wie man weiß, neigen Gerichte in den USA dazu horrende Geldstrafen zu vergeben.

Erst vor wenigen Monaten war ein Rechtsstreit für Subway unschön ausgegangen. Die Subway-Sandwiches enthalten zu viel Zucker, um nach gesetzlicher Definition als Brot zu gelten. Laut Gesetz darf der Zuckergehalt zwei Prozent – im Vergleich zum Gewicht des enthaltenen Mehls – nicht überschreiten. Wegen der Corona-Pandemie ist Subway auch wirtschaftlich unter Druck geraten. Der Umsatz in Deutschland sei 2020 im Vergleich zu 2019 gesunken.

Subway betreibt in Deutschland knapp 700 Restaurants. Damit liegt Subway im Fast-Food-Ranking knapp hinter Burger King (750) und deutlich hinter McDonald‘s (1460).

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa | Julian Stratenschulte

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