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Strom tanken günstiger als Diesel und Benzin? Vergleich liefert klares Ergebnis

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Von: Daniel Großert

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Bei den hohen Spritpreisen denken viele Autofahrer über ein E-Auto nach. Aber ist es wirklich günstiger, wenn man Strom statt Diesel oder Benzin tankt?

Hamm - Tanken ist zu einem wahren Luxus geworden: Spritpreise weit über 2 Euro pro Liter treiben vielen Autofahrern förmlich die Tränen in die Augen. Wohl dem, der ein E-Auto fährt und seinen Wagen an der Steckdose „auftanken“ kann. Wobei: Die Strompreise sind zuletzt ja auch in die Höhe geschossen. Was ist also günstiger: Strom, Benzin oder Diesel?

KraftstoffDiesel
Flammpunkt>56 °C
Heizwert9,7 kWh/L

Strom tanken günstiger als Benzin oder Diesel? So fällt der Vergleich aus

Das Ergebnis eines Vergleichs, den ntv unter Berufung auf Zahlen des Vergleichsportals Verivox angestellt hat, dürften wohl nur Besitzer von Elektro-Autos freuen: Im Vergleich zu Diesel-Fahrzeugen und Benzinern sind die Betriebskosten demnach beim E-Auto knapp 60 Prozent günstiger. Wer seinen Wagen mit Benzin betankt, fährt sogar noch etwas teurer als mit Diesel.

Die Werte beruhen auf folgender Berechnung: ntv hat die durchschnittlichen Verbrauchswerte von Autos, die mit Strom, Diesel oder Benzin betrieben werden, auf eine jährliche Fahrleistung von 15.000 Kilometern hochgerechnet. Demnach betragen die Kosten für ein E-Auto, das im Schnitt 19 Kilowattstunden (kWh) pro 100 Kilometer verbraucht, im Jahr 1055 Euro - bei einem durchschnittlichen Strompreis von aktuell 37,02 Cent pro kWh. Verschleiß- und Wartungskosten sind natürlich nicht inbegriffen.

Besitzer eines Benziners müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen, wenn sie Super oder E10 tanken: Bei einem Durchschnittsverbrauch von 7,7 Litern auf 100 Kilometern kommt man bei einem Preis von 2,20 Euro pro Liter im Jahr auf stolze 2541 Euro, die ein Autofahrer für Benzin zahlen muss. Ohne Steuern wäre der Spritpreis natürlich deutlich günstiger.

Kosten für Benzin höher als für Diesel - Strom deutlich günstiger

Weil ein Diesel-Auto in der Regel etwas sparsamer ist, sind die Kosten hier etwas geringer - obwohl Diesel seit Kurzem sogar teurer ist als Benzin. ntv hat jährliche Kraftstoffkosten von 2433 Euro für 15.000 Kilometer errechnet - also rund 100 Euro weniger als beim Benziner, aber auch fast 1400 Euro mehr als beim E-Auto. „Angesichts der hohen Preise für Benzin und Diesel sparen alle, die ein E-Auto fahren, momentan richtig viel Geld. Die durchschnittlichen Kosten für Benzin und Diesel sind aktuell mehr als doppelt so hoch“, sagte Verivox-Experte Thorsten Storck dem Sender.

Weil die Berechnungen sehr auf Durchschnittswerten aus ganz Deutschland beruhen, hat ntv noch einen Vergleich mit ähnlichen Automodellen angestellt:

Ein Tesla lädt an einer Ladesäule für Elektroautos.
Das eigene Auto mit Strom zu tanken, ist deutlich günstiger im Vergleich zu Benzin oder Diesel. Allerdings muss man auch andere Kosten bedenken. © Julian Stratenschulte/dpa

Bei den reinen Betriebskosten sind mit Strom betriebene Autos also erheblich günstiger als solche, die mit Diesel oder Benzin betankt werden müssen. Um eine ganzheitliche Betrachtung vorzunehmen, muss man aber natürlich auch die Anschaffungs- und weiteren Unterhaltskosten bedenken. Ob sich also der Umstieg auf ein E-Auto lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab. Überall wächst der Trend zum Elektrofahrzeug - Ladesäulen sind allerdings oft Mangelware. *RUHR24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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