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Netflix macht aus „Squid Game“ eine Reality-Show - Bewerbung möglich

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Von: Simon Stock

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Lust auf Squid Game? Zur Erfolgsserie gibt es bei Netflix zwei Fortsetzungen - auf dem Bildschirm und als Reality-Show. Die Macher suchen Teilnehmer. Wer traut sich?

Hamm - „Squid Game“ war der Überraschungshit 2021 auf Netflix. Fans des mörderischen Serien-Meisterwerks aus Südkorea freuen sich gerade noch über die frische Ankündigung einer zweiten Staffel, da lässt der Streaming-Dienst eine weitere Bombe platzen. Die fiktive Survival-Show soll einen Ableger im echten Leben bekommen. Es werden Bewerber für „Squid Game: The Challenge“ gesucht.

SerieSquid Game
PlattformNetflix
ProduktionslandSüdkorea

„Squid Game: The Challenge“: Netflix sucht Teilnehmer für Reality Show

In der Reality-Show sollen - wie bei „Squid Game“, der Thrillerserie - 456 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Spielen gegeneinander antreten. So zeigt es Netflix in einem am Dienstag (14. Juni) veröffentlichten ersten Trailer für „Squid Game: The Challenge“ und fragt provokant: „Do you want to play a game?“ (Willst du ein Spiel spielen?)

Für die Show hat Netflix ein Preisgeld von 4,56 Millionen US-Dollar ausgelobt. Gewinnen kann nur einer - oder eine. Einen zweiten Platz gibt es nicht. Es soll nach Eigendarstellung das höchste Preisgeld sein, das bisher für eine derartige Wettkampf-Show vergeben worden ist. Auch habe es noch nie mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegeben.

Netflix: Sieger von „Squid Game: The Challenge“ erhält 4,56 Millionen Dollar

Apropos Teilnehmen: Wer will, kann mitmachen. Netflix sucht über eine spezielle Casting-Webseite für „Squid Game: The Challenge“ Bewerber aus den USA, Großbritannien und dem Rest der Welt. Bewerben darf sich, wer mindestens 21 Jahre alt ist und Englisch spricht. Für die Bewerbung muss unter anderem ein Video mit einer Länge von einer Minute angefertigt werden. Darin können Bewerber berichten, warum sie an dem Spiel teilnehmen wollen.

Die Dreharbeiten sollen voraussichtlich Anfang 2023 stattfinden. Wann die Reality-Show veröffentlicht wird, ist noch nicht bekannt.

Die Macher lassen auch offen, wie die Show genau aussehen soll. Klar ist: Mord und Totschlag, wie die Serie am laufenden Band zeigte, kann es nicht geben. Und wird es auch nicht. Darauf weist Netflix angesichts der blutigen Vorlage extra hin: „Win or lose, all players will leave unscathed.“ - ob Sieg oder Niederlage, alle Spieler werden unversehrt bleiben. An anderer Stelle heißt es: Das schlimmste Schicksal in diesem Spiel ist es, mit leeren Händen nach Hause zu gehen.

Gesucht wird auch für einen anderen Bildschirm-Hit: Die Macher von „Die Tribute von Panem“ planen einen neuen Teil der Reihe. Für den Kinofilm wird auch in NRW gedreht. Dafür werden nun Komparsen gesucht.

„Squid Game: The Challenge“: Kritik am Netflix-Original

Denkbar ist, dass sich „Squid Game: The Challenge“ inhaltlich an gängigen Muskel-Shows wie „Ninja Warriors“ orientiert. Oder an der japanischen Kult-Show „Takeshis Castle“ - aber wohl ohne den Klamauk-Faktor. Auch darin wird das Teilnehmerfeld durch schwierige Übungen von Runde zu Runde dezimiert. Schlimmeres als der Sturz in einen Wassergraben - meist mit einem Lächeln - geschieht dort nicht.

Fans dürfen sich aber ziemlich sicher sein, dass Netflix darauf achten wird, dass der kühle und wiedererkennbare Look der Serie-Vorlage erhalten bleibt.

In der Serie „Squid Game“ treten Hunderte hoch verschuldeter Menschen in Kinderspielen gegeneinander an, um ein Preisgeld in Millionenhöhe zu gewinnen. Verlierer werden in dem makabren Wettbewerb sofort getötet. Die Serie führte auch in Deutschland zu Kritik und zur Sorge von Pädagogen, dass Kinder die Gewalt der Serie in ihre Kinderspiele übernehmen könnten. Der Hype um „Squid Game“ führte an Halloween 2021 auch dazu, dass Kostüme und Masken aus der Netflix-Serie vielerorts ausverkauft waren.

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