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Änderung für Bank-Kunden 2023: Das passiert, wenn Maestro abgeschafft wird

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Von: Sven Schneider

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Das Bezahlsystem Maestro gibt es ab 2023 nicht mehr. Betroffen sind zahlreiche Bankkunden. Für die Nutzung der Girocard bedeutet das mehrere Änderungen.

Hamm - Die Girocard gehört in Deutschland zur meistgenutzten Bankkarte. Dessen Maestro-Funktion läuft allerdings im kommenden Jahr aus. Ab dem 1. Juli 2023 ist das Bezahlsystem Geschichte. Welche Auswirkungen hat das für Verbraucher? Kann die Girocard – im Volksmund EC-Karte genannt – weiterhin benutzt werden?

Das Zahlungssystem der Mastercard hat es möglich gemacht: Wer das blau-rote Maestro-Symbol auf der Girocard hatte, der konnte auch im Ausland problemlos Geld abheben und bezahlen. Grundvoraussetzung war das sogenannte Akzeptanzzeichen, welches an entsprechenden Geldautomaten und vor Geschäften angebracht war. Doch damit ist im kommenden Sommer Schluss.

Maestro wird 2023 abgeschafft: Was Bank-Kunden beachten müssen

Das Maestro-Bezahlsystem wird eingestampft. Nicht mehr zeitgemäß sei die Zahlweise laut der Deutschen Kreditwirtschaft. Grund sei vor allem der Online-Handel, wie das Unternehmen mitteilte. So wurde das Maestro-Verfahren besonders für den physischen Handel konzipiert. In Zeiten, in denen der Online-Handel nicht nur am Black Friday 2022 boomt und zahlreiche Online-Portale im In- und Ausland die Maestro-Kennziffern nicht akzeptieren, soll nun eine Runderneuerung folgen.

Maestro könnte im Ausland zum Problem werden: Kunden können reagieren

Ob man von der angekündigten Änderung im Juli 2023 betroffen ist, verrät ein kurzer Blick auf die Girocard. Ist dort das blau-rote Symbol von Maestro abgebildet, sollten betroffene Kunden in den kommenden Monaten zumindest Kontakt mit der Bank aufnehmen – sofern sich das Kreditinstitut nicht von selbst aus meldet. Ohnehin verschwindet die Maestro-Funktion nicht sofort am 1. Juli 2023. Banken dürfen lediglich ab diesem Stichtag keine Maestro-Karten mehr aushändigen. Hinzu kommt, dass auf den Karten ein Gültigkeitsdatum hinterlegt ist.

Langfristig ist ein Umstieg jedoch notwendig. Wie lange die Girocard noch verwendet werden kann, darüber sollte die entsprechende Bank ebenso eigenständig informieren wie über Änderungen bei der Nutzung des Bankkontos – so, wie es aktuell bei der Sparkasse der Fall ist. Grundsätzlich gilt: Auch nach dem Ende der Maestro-Bezahlweise soll sich an der Verwendung in Deutschland nichts ändern.

Betroffen vom Ende von Maestro sind demnach besonders Urlauber, die im Ausland Geld abheben oder per Maestro bezahlen wollen. Doch auch hier gilt: Ein Beratungsgespräch mit der Bank über eine mögliche Zweitkarte oder andere Möglichkeiten ist hilfreich. So bieten Banken beispielsweise häufig eine Debitkarte an, die sich von der EC-Karte unterscheidet.

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