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Sonnencreme im Test: Produkte aus Drogerie und Discounter überzeugen

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Wenn die Sonne scheint, ist der Schutz der Haut wichtig. Stiftung Warentest hat Sonnencremes geprüft. Die besten kommen demnach aus der Drogerie oder vom Discounter.

Hamm - Die natürliche ultraviolette (UV) Strahlung der Sonne wirkt auf Augen und Haut bei uns Menschen. Die Folge: Sonnenbrand, Augenentzündungen, Sonnenallergie oder Jahre später sogar Krebserkrankungen. Natürlich hängt die Stärke der UV-Strahlung von einigen Faktoren ab, etwa der Jahres- oder der Tageszeit. Spätestens, wenn die Sonne ihre volle Wirkung entfaltet, ist der richtige Schutz wichtig. Zwischen den verschiedenen Anbietern von Sonnencremes gibt es beachtliche Unterschiede. Stiftung Warentest hat mehrere Produkte getestet. Das Ergebnis ist verblüffend - wie bei vielen Testberichten. Während Discountermarken erfolgreich abschneiden, fallen teure Markenprodukte durch.

Stiftung Warentestgemeinnützige deutsche Verbraucherorganisation
Gründung4. Dezember 1964
HauptsitzBerlin
CEOHubertus Primus (seit 2012)

Sonnencreme im Test: Billigmarken aus Drogerie und Discounter punkten

In der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 07/21) hat die Verbraucherorganisation 26 Sonnenschutzmittel mit dem Schutzfaktor 30,50,50+ unter die Lupe genommen. Den ersten Platz sicherte sich die Sundance Sonnenmilch LSF 30 von dm. Die Sonnencreme ist auch nicht betroffen von einem neuen EU-Verbot, das für leere Regale bei Drogerieketten wie Müller oder dm sorgt. In beinahe allen Teilwertungen schneidet die Sonnenmilch mit „sehr gut“ ab - lediglich bei Beschriftung und Verpackung wurde die Note „gut“ vergeben.

Bei der Testung achtet Stiftung Warentest nicht ausschließlich auf den Schutz vor schädlichen UV-Strahlen, viel mehr geht es auch um Anwendung, Inhaltsstoffe und Verpackung. Einzelne UV-Filter, die in einigen Sonnenmilch-Produkten enthalten sind, geraten immer wieder in die Kritik. Diskutiert wird, ob ihr Einsatz für die Gesundheit oder Umwelt sicher ist.

Sonnencreme im Test: Produkte von Vichy, Lavera und Biosolis durchgefallen

2021 sind die Sonnencremes von Vichy, Lavera und Biosolis beim Test durchgefallen. Grund für das schlechte Ergebnis war der mangelnde UVB-Schutz. UVB-Strahlen sorgen dafür, dass sich die Haut bräunt, sind aber auch verantwortlich für Sonnenbrand. Etwa 90 bis 95 Prozent der UV-Strahlen, die auf die Erde treffen, sind aber UVA-Strahlen. Sie sind beispielsweise für die Hautalterung verantwortlich, dringen tiefer in die Haut ein als UVB-Strahlen.

Günstige Sonnencremes schneiden im Test gut ab
Viele Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor halten laut einer Untersuchung von Stiftung Warentest ihr Versprechen und schützen sehr gut vor UV-Strahlung. © Christin Klose/dpa-tmn

Das Verbraucher-Portal Chip nennt zwei Alternativen zum Testsieger, der Sundance Sonnenmilch. Die kostengünstige Lavozon Sonnenmilch LSF 30 gibt es bei Müller demnach schon für rund 2 Euro. Inhaltsstoffe, Anwendung und UV-Schutz schlafen sich im Test gut. Für empfindliche Haut eignet sich demnach vor allem die Sundance Sensitiv LSF 30 von dm, die es für rund 3 Euro zu kaufen gibt. In der Creme stecken keine bedenklichen Inhaltsstoffe.

Sonnencreme im Test: Wirkung hängt von mehreren Faktoren ab

Welche Sonnencreme am besten wirkt, hängt von mehreren Faktoren ab: Hauttyp, Länge des Aufenthalts in der Sonne, Anwendung.

Auch beim Kauf von Gesichtscremes müssen Verbraucher aufpassen. Manche bekannte Markenprodukte können die Gesundheit gefährden. Es gibt aber auch mehrere Testsieger. Klar ist: Ein genauer Blick beim Einkaufen lohnt sich immer. So wurde unter anderem bei einigen Tomatenmark-Produkten giftige Stoffe nachgewiesen. Und auch im Getränke-Regal gilt Vorsicht. Eine beliebte Champagner-Marke enthält Spuren von Ecstasy. Beim Verzehr besteht Lebensgefahr. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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