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Urlaub im Juli: Strandschließungen und Badeverbot auf Mallorca

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Von: Sven Schneider

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Der Sprung ins Meer gehört auf Mallorca dazu, wie das Getränk in der Hand. Aber Urlauber müssen darauf im Juli 2022 verzichten - allerdings nicht an allen Tagen.

Hamm - Der Urlaub auf Mallorca könnte schon bald deutlich weniger erfrischend werden als ursprünglich geplant. Denn neben einem kühlen Getränk bei warmen Temperaturen gehört normalerweise auch der Sprung ins Wasser. Wer keinen großen und zugleich einladenden Pool am Hotel hat, der könnte im Juli ganz schön ins Schwitzen kommen.

Mallorca: Mitten in den Ferien drohen Badeverbot und Strandschließung

Es droht das große Chaos auf der wohl beliebtesten Urlaubsinsel der Deutschen. Denn ausgerechnet inmitten der Hochsaison droht ein Badeverbot inklusive Schließung aller Strände. Betroffen sind die Stadtstrände von Palma de Mallorca sowie an der Playa de Palma. Der Grund: Die Rettungsschwimmer wollen am 16. Juli 2022 streiken. Die Strände müssten geschlossen bleiben.

Der offenbar geringe Lohn sowie schlechte Arbeitsbedingen setzen den Rettungsschwimmern auf Mallorca zu. Laut der Tageszeitung Última Hora verdienen sie lediglich 1000 Euro im Monat - und das trotz Festanstellung inklusive körperlich anstrengender Arbeit. Der nun wohl bevorstehende Streik der Rettungsschwimmer inklusive Badeverbot für alle Urlauber hatte sich wie schon bei Ryanair bereits angekündigt, wie costanachrichten.com berichtet.

Mallorca: Rettungsschwimmer kündigen Streik an - Badeverbot droht

Die Rettungsschwimmer protestierten bereits vor dem Rathaus Palmas. Eine Gewerkschaft für Rettungsschwimmer gibt es erst seit vergangenem Jahr. Die hat nun zu weiteren Streiks aufgerufen. Anvisiert ist der 16. Juli. Zugleich würde das das möglicherweise ganztägige Badeverbot bedeuten, zumal der Badebetrieb ohne Rettungsschwimmer auf Mallorca nicht möglich ist.

Wie die Mallorca-Zeitung berichtet, würden sich die Rettungsschwimmer mit dem Streik erstmalig über die gesetzlich vorgeschriebene Mindestbesetzung für Badestrände hinwegsetzen. Neben mehr Lohn fordern die Rettungsschwimmer auf Mallorca längere Überwachungszeiten. Aktuell sind sie von 10 bis 19 Uhr im Einsatz, gewollt sind aber Arbeitszeiten von 8 bis 20 Uhr, die dann auf mehr Personal verteilt wird.

Zugleich soll das Gefahrenrisiko minimiert werden. Laut Última Hora muss derzeit pro Rettungsturm ein zwei Kilometer langer Strandabschnitt überwacht werden. Im Umkehrschluss übernimmt ein Rettungsschwimmer damit im Schnitt die Verantwortung für rund 2500 Badegäste. Eben jenen ist es zudem untersagt, ins Meer zu pinkeln. Es droht eine saftige Geldstrafe.

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