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Rückruf bei Rewe und Edeka: Pilzgift in Schokolade - Warnung gilt bundesweit

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Von: Simon Stock

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Süßigkeiten-Fans haben aktuell wenig Freude. Schon wieder gibt es einen Rückruf von Schokolade. Das Produkt kann ein Pilzgift enthalten, das Krebs auslösen kann.

Hamm - Wieder ein Rückruf, wieder ist Schokolade betroffen. Nach dem großen Salmonellen-Skandal rund um Ferrero-Produkte und einer weiteren Süßigkeiten-Warnung wegen krankmachender Erreger warnt ein Hersteller nun vor Schokolade, die bundesweit über Filialen der großen Supermarkt-Ketten Edeka, Rewe und Globus verkauft wurden. Sie enthält ein Toxin.

Kunden von Edeka, Rewe und Globus sollten in ihrem Vorratsschrank nachschauen, ob sie die vom Rückruf betroffene Schokolade gekauft haben. Es handelt sich um „Vollmilchschokolade (Kakao: 31% mindestens) mit Mandeln, Honig und Meersalz, 180g“ der myChoco GmbH mit Sitz in Osnabrück.

Rückruf von Schokolade bei Rewe und Edeka: Warnung vor Pilzgift

Vor dem Verzehr wird dringend abgeraten, denn die Schokolade könnte mit dem Pilzgift Aflatoxin 1 kontaminiert sein. Die Warnung betrifft nicht jede Tafel der genannten Schokolade, sondern nur bestimmte Chargen. Vom Rückruf betroffen sind Produkte mit diesen Merkmalen:

Rückruf von Schokolade von myChoco
Diese Vollmilch-Schokolade von myChoco ist von einem Rückruf betroffen. Verkauft wurde sie u.a. bei Edeka und Rewe. © myChoco GmbH

Der möglicherweise erhöhte Gehalt an Aflatoxin in der Schokolade, die nicht nur über Edeka, Rewe und Globus verkauft wurde, sondern auch im unternehmenseigenen Online-Shop, ist nach Angaben der myChoco GmbH auf die in dem Produkt enthaltenden Mandeln zurückzuführen.

Rückruf von Schokolade: Möglicherweise krebserregender Inhaltsstoff

Aflatoxine gehören zu den Mykotoxinen. Akute Gesundheitsbeeinträchtigungen werden durch die Aufnahme des Pilzgifts beim Menschen sehr selten beobachtet. Allerdings wirken sie nachweislich genotoxisch und krebserregend (karzinogen), daher sollte ihre Aufnahme über Lebensmittel so niedrig wie möglich gehalten werden, schreibt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority/efsa).

„Im Vordergrund stehen chronische Wirkungen, wie Nieren- oder Leberschäden, die aber vor allem bei Aufnahme von Aflatoxinen über einen vergleichsweise langen Zeitraum auftreten“, heißt es in dem Rückruf, der auch über das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht wurde.

Rückruf von Schokolade: myChoco verweist auf Kunden-Hotline

Kunden, die den vom Rückruf betroffenen Artikel von myChoco gekauft haben, können diesen gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Einkaufsstätten zurückgeben, schreibt das Unternehmen. Weitere Informationen erhalten Kunden unter der Hotline-Nummer 0541-580588-53 (werktags 9 bis 17 Uhr) oder nach Mail an rueckruf@mychoco.com.

Erst Anfang April hatte Süßigkeiten-Gigant Ferrero nach zahlreichen Salmonellen-Vergiftungen in mehreren Ländern viele Produkte zurückgerufen. Erst nach und nach wurde das ganze Ausmaß der Probleme bekannt, die in einem Werk in Belgien ihren Ursprung hatten. Die Gesundheitsbehörden hatten einen üblen Verdacht. Rückruf bei Kaufland: Beim Verzehr von einem Haferdrink drohen schwere allergische Reaktionen. Eine bestimmte Personengruppe ist betroffen.

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