Fehlerhafte Angabe auf Verpackung

Rückruf von Nudeln: Bio-Pasta kann gefährlich für Allergiker sein

Rückruf von Nudeln: Eine Charge eines beliebten Pasta-Produkts kann bei Verzehr schwerwiegende Folgen haben - vor allem für eine Risikogruppe.

Hamm - Nudeln: Kinder lieben sie mit Tomatensauce. Menschen mit wenig Zeit schätzen an Pasta die unkomplizierte Zubereitung. Und Nudeln machen satt. Jeder mag sie. Doch nicht jeder verträgt Nudeln. Menschen, die eine Unverträglichkeit gegen Gluten haben, sollten bei der Auswahl ihrer Pasta gut aufpassen und den Text auf der Packung lesen. Ein Fehler kann schwerwiegende Folgen haben. Wie in diesem aktuellen Fall. Ein Rückruf betrifft eine Charge von Nudeln.

UnternehmenTerraSana BV
ProdukteNaturkost Bio Lieferant und Produzent
SitzLeimuiden (Niederlande)

Rückruf von Nudeln: Bio-Pasta kann Gefahr für Gluten-Allergiker sein

Bei der Auszeichnung von Inhaltsstoffen auf der Verpackung kann es zu Fehlern kommen. So wie im Fall der vermeintlich glutenfreien „TerraSana Buckwheat noodles with sweet potato BIO“. Eine Charge der 250-Gramm-Packung der Nudeln enthält fälschlicherweise Spuren von Gluten oberhalb des gesetzlichen Wertes von mehr als 20 ppm (Anteile pro Million). Die Anforderungen für ein glutenfreies Produkt werden damit also nicht erfüllt.

Betroffen sind die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein.

Nudel-Rückruf: „TerraSana Buckwheat noodles with sweet potato BIO“ warnt vor Fehler

Nicht alle Packungen der „TerraSana Buckwheat noodles with sweet potato BIO“ sind von dem Rückruf betroffen, sondern lediglich die Charge der Nudeln mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30. Juni 2022 (MHD 30-06-2022). Buckwheat heißt übersetzt Buchweizen.

Rückruf der „TerraSana Buckwheat noodles with sweet potato BIO“.

„Diese Charge des betreffenden Produkts [ist] nicht für Menschen mit Zöliakie (Glutenallergie) geeignet“, heißt es in einem vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlichen Schreiben des Herstellers TerraSana aus den Niederlanden zu dem Nudel-Rückruf. Die gute Nachricht: Wer keine Glutenallergie hat, kann die Buchweizen-Nudeln ohne Bedenken essen.

Nudel-Rückruf wegen Gluten: Bei Allergikern können sich diese Symptome zeigen

Zöliakie ist eine Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber Gluten. Gluten ist ein Sammelbegriff für Proteine (Kleber-Eiweiße), die unter anderem in den Getreidesorten Weizen, Dinkel und Ur-Dinkel, Grünkern, Gerste, Roggen und Hafer enthalten sind. Oft gibt es mehrere Symptome, die individuell auftreten können. Je nach Lebensalter gibt es folgende Symptome von Zöliakie:

  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Blutarmut
  • Eisenmangel und andere Vitaminmangel (z.B. Vitamin B12, Vitamin D)
  • Gewichtsverlust
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Blähungen
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Bauch- oder Knochenschmerzen

In seltenen Fällen kann es zu starkem Durchfall kommen. Es ist aber auch möglich, dass Betroffene keine Beschwerden verspüren.

Nudel-Rückruf: Hersteller TerraSana aus Niederlanden bittet um Entschuldigung

Wer die „Buckwheat noodles with sweet potato BIO“ von TerraSana bei sich zu Hause entdeckt und sie zurückgeben möchte, sollte die jeweilige Einkaufstätte für eine Rückgabe und Erstattung des Einkaufspreises der Nudeln kontaktieren. Oder sich direkt an TerraSana positive eating unter der Telefonnummer +31 172-503 333 oder der Mail-Adresse info@terrasana.nl wenden.

Das Bio-Unternehmen aus dem kleinen Ort Leimuiden südlich von Amsterdam in den Niederlanden entschuldigt sich bei den Kunden „für diese Unannehmlichkeit“ und dankt „für Ihr Verständnis“. Auch merkur.de* und heidelberg24.de* berichten über den Rückruf.

XXL-Rückruf deutschlandweit von einer Schokoladen-Süßigkeit. Vor Weihnachten warnt die Firma vor ihrem Produkt, das in vielen Supermärkten und bei Amazon verkauft wird. Bei Lidl wurde jetzt ein Frühstücks-Snack zurückgerufen, der auch deshalb viele Leute betreffen könnte, da mehrere Geschmacksrichtungen potenziell gefährdet sind. *merkur.de und heidelberg24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Mascha Brichta

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