Erhöhtes Infektionsrisiko

Risiko bei Mundschutz: Weitere Masken zurückgerufen - nicht ausreichend Sicherheit vor Corona

Von Hannah Decke

Erhöhtes Infektionsrisiko: Das europäische Schnellwarnsystem RAPEX informiert über den Rückruf von Atemschutzmasken verschiedener Hersteller. Sie bieten nicht genug Schutz vor dem Coronavirus. Jetzt wurden weitere zurückgerufen.

NRW - Das europäische Schnellwarnsystem RAPEX hat in den vergangenen Tagen mehrere Rückrufe von Atemschutzmasken veröffentlicht. Die Behörden rufen die Käufer auf, die Masken nicht als Schutz gegen das Coronavirus zu nutzen. Zum Teil ist die Rede von schwerwiegenden Risiken.

Art der MaskeZweck
Mund-Nase-BedeckungUnterbrechung von Infektionswegen, Abgabe von Tröpfen wird reduziert
Mund-Nase-SchutzOP-Maske, medizinische Gesichtsmaske, Abgabe von Tröpfen wird reduziert
AtemschutzmaskeSchützt die tragende Person vor dem Einatmen kleinster luftgetragener Partikel und Tröpfen

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Rückruf: Diese Arten von Mundschutz schützen nicht vor Infektionen mit dem Coronavirus

Betroffen von den Rückrufen sind Atemschutzmasken von vielen verschiedenen Herstellern. Mittlerweile ist die Beanstandungsrate auf 70 Modelle gestiegen. Es handelt sich um einfache Einwegmasken sowie FFP2 und auch FFP3 Masken.

Auch in Deutschland sind Schutzmasken auf den Markt gekommen, die über keinen zuverlässigen Schutz gegen das Virus SARS-CoV-2 verfügen., wie wa.de* berichtet.

So hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat mit Verweis auf RAPEX innerhalb von fünf Tagen über zehn Rückrufe von unsicheren und gefährlichen Atemschutzmasken in Deutschland informiert.

Viele FFP2-Masken wurden zurückgerufen, oft wegen erhöhtem Infektionsrisiko (Symbolfoto)

Rückruf: Atemschutzmasken gegen das Coronavirus nicht zertifiziert - erhöhtes Infektionsrisiko

Der häufigste Grund eines Rückrufs von Atemschutzmasken: Laut RAPEX erfüllen die Masken die Anforderungen der europäischen Norm EN 149 nicht und gewährleisten keinen Schutz. Dies erhöhe das Infektionsrisiko im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Grund dafür seien eine unzureichende Partikel-/ Filterzurückhaltung des Materials und eine falsche Passform.

Laut RAPEX passen sich viele Atemschutzmasken dem Gesicht nicht richtig an. Dies habe zur Folge, dass eine übermäßige Menge an Partikeln - und eben auch Coronaviren - durch die Maske gelange. Dies erhöhe das Infektionsrisiko, weshalb die Behörden einen Rückruf angeordnet haben.

Rückruf: Atemschutzmasken gegen das Coronavirus verschiedener Hersteller als gefährlich eingestuft

Folgende Atemschutzmasken werden von den Behörden in Deutschland als gefährlich eingestuft und zurückgerufen:

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Die Maskenpflicht gilt weiterhin in Deutschland. Dafür, dass Masken trendy werden, möchte Lidl sorgen: Der Discounter bringt eine Masken-Kollektion mit Jette Joop heraus. Immer wieder werden Produkte zurückgerufen. Ein Lebensmittel-Produzent aus NRW* ruft ein beliebtes Produkt zurück, das beim Discounter Aldi zu kaufen ist. Und auch aus der Home-Kollektion bei Aldi wird ein Produkt zurückgerufen: Es gibt die Gefahr zu ersticken.

Und auch beim Lebensmittel-Discounter Netto gibt es einen Rückruf: Ein Hersteller aus Hamburg ruft ein beliebtes Produkt zurück* - es wird in NRW und Rheinland-Pfalz verkauft. Eine Lebensmittelwarnung gibt es auch bei Kaufland in NRW: Ein Energy-Drink kann gefährlich* für bestimmte Verbraucher sein. Für ein Produkt, das bei Rewe und Edeka verkauft wird, gibt es eine Warnung. Es könnte Parasiten enthalten.

Im Mai geriet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn massiv in die Kritik aufgrund von Masken aus China: Das Bundesgesundheitsministerium brachte Schutzmasken in Umlauf, die einer Qualitätsprüfung nicht standgehalten haben*. Die Masken wurden an Arztpraxen ausgeliefert. - *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Eine Untersuchung zeigt jetzt: Nicht alle Masken schützen gleich gut gegen Corona, vor allem das Material macht einen Unterschied.

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