Verbraucher gewarnt

Rückruf von Backmischung: Hochgiftiges Gas kann Krebs erregen - Mehrere Produkte betroffen

Rückruf von Brot-Backmischungen. In den betroffenen Produkten befindet sich ein Gift, das Krebs erregen kann. Verbraucher sollten vorsichtig sein.

Hamm - In der Weihnachtszeit Plätzchen backen - diese saisonale Back-Tradition macht viele Menschen glücklich. Wer gerne Plätzchen backt, muss sich wegen des jüngsten Rückrufs war keine Sorgen machen, doch wer gerne Brot mithilfe einer Backmischung backt, der schon. Zumal vom Rückruf mehrere Chargen betroffen sind.

Unternehmenfoodspring GmbH
Gründung2013
DachorganisationGoodminton AG

Rückruf von Brot-Backmischung bei Foodspring: Mehrere Podukte und Chargen betroffen

Bei dem Rückruf handelt es sich um Produkte der Firma Foodspring, die ihre Produkte vorwiegend online vertreibt, diese aber auch an Einzelhändler zum Weiterverkauf anbietet. Gleich zwei Sorten Brot in Pulverform wurden zurückgerufen: sowohl das Proteinbrot des Herstellers als auch das vegane Proteinbrot.

Betroffen vom Rückruf sind die Produkte in 230-Gramm-Verpackungen. In gleich mehreren Chargen ist ein hochgiftiges Gas erhalten. Beim Proteinbrot sind es die Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) 30.12.20, 30.01.21, 28.02.21, 30.03.21, 30.05.21, 30.06.21, 30.07.21, 30.08.21 und 30.09.21. Bei der veganen Brot-Variante handelt es sich um die Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) 15.02.21, 30.05.21, 30.07.21,30.09.21, 15.08.21, 30.07.20 und 30.06.21.

Grund für den Brot-Rückruf ist Ethylenoxid, das in den betroffenen Chargen enthalten ist. Wer also gerne mit einer Backmischung backen will, sollte gewarnt sein. Inzwischen hat auch das Bundesamt für Lebensmittelwarnungen und Verbraucherschutz die beiden Produkte auf seine Warnliste mit aufgenommen.

Rückruf von Brot-Backmischung bei Foodspring: Das Gift Ethylenoxid kann Krebs erregen

Ein zu hoher Anteil an Ethylenoxid, das EU-weit nicht zur Verwendung in Lebensmitteln zugelassen ist, wirkt wie ein Gift und ist krebserregend. Leichte Symptome einer Vergiftung sind neben Kopfschmerzen auch Schwindel oder Übelkeit. Bei einer höheren Dosierung kann es sogar zu Zuckungen, Krämpfen oder zu einem Koma kommen. Das Gift gelangt über die Atemwege in den Körper und befällt vor allem die Lunge.

Zwei Backmischungen für Proteinbrot der Firma Foodspring wurde zurückgerufen. Verbraucher sollten gewarnt sein.

Aber wie kommt es dazu, dass das Ethylenoxid in den Brot-Backmischungen vorkommt und einen Rückruf bewirkt? Hintergrund sind laut dem Hersteller Foodspring Sesamsamen aus Indien, welche „von einem Zulieferer verwendet worden sind, der beide Produkte für uns herstellt.“ Jene Sesamsamen sollen mit dem Pflanzenschutzmittel Ethylenoxid bearbeitet worden sein. Über die Gefahr von Ethylenoxid in den Brot-Backmischungen von Foodspring* berichtet auch merkur.de.

Rückruf von Brot-Backmischung bei Foodspring: Rückerstattung für Kunden möglich

„Wir bitten unsere Kunden, die vom Rückruf betroffenen Produkte nicht zu konsumieren“, heißt es in einer Pressemitteilung, die sich auf den Brot-Rückruf bezieht. Der Hersteller bietet allen Kunden eine vollständige Rückerstattung bei einer Rücksendung an - allerdings nur bei den betroffenen Chargen.

Da es sich bei den Brot-Backmischungen der Firma Foodspring um Produkte handelt, die hauptsächlich online vertrieben werden, verläuft die Rückgabe der Produkte ein wenig anders als bei anderen Rückrufen. Foodspring bittet die Verbraucher, im Zweifel den Kundenservice zu kontaktieren, um eine Rückerstattung der in die Wege zu leiten. Die Bestellnummer sei in der Mitteilung anzugeben.

Rückruf von Brot-Backmischung bei Foodspring: Bislang keine Krankheitsfälle bekannt

Hinweise auf bestehende Krankheitsfälle im Zusammenhang mit den vom Gift betroffenen Produkten der Firma Foodspring gibt es bis dato nicht. Eine akute Gefährdung stellt das Pflanzenschutzmittel nicht dar. Der Rückruf der Brot-Backmischungen*, über den auch op-online.de berichtet, war dennoch zwingend notwendig. Denn bei kontinuierlicher Einnahme oder in großen Mengen kann Ethylenoxid im Laufe der Zeit schädlich sein.

Nicht nur bei Lebensmitteln kann es zu einem Rückruf kommen, sondern auch bei digitalen Artikeln des alltäglichen Gebrauchs. Apple hat zum Beispiel sein Iphone 11 zurückgerufen, offenbar kann es zu Problemen mit dem Display kommen.- *merkur.de und *op-online.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst / dpa

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